Worship the dick: Seid gut zum Schwanz, Girls!

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Ein Text von Carlos Spiceyweener.

Ich bin Feminist. Aber selbst ich habe irgendwann mal genug von Frauen, genug von der Lobhudelei auf den Körper des schönen Geschlechts. Schauen wir uns doch mal die andere Seite an – die der Männer.

Männer haben auch etwas zu bieten. Penisse zum Beispiel. Penis. Was für ein Wort. Schwanz, Pimmel, einäugige Hosenschlange, all das wird der Pracht dieses Körperteils einfach nicht gerecht. Naja, nicht wirklich.

Eigentlich ist das Ding, das bei uns Männer da unten zwischen den Beinen rumbaumelt, ziemlich komisch. Natürlich gibt es Ausnahmen, doch nur die wenigsten Männer können das Prachtgemächt eines Peter North oder eines John Holmes ihr Eigen nennen. Der Großteil der männlichen Genitalien ist eher mickrig und wenig spektakulär.

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Trotzdem gibt es eine seltsame Faszination, die dieses Körperteil betrifft. Und es gibt tiefe Gräben, die die Penisliebhaber und -liebhaberinnen trennen: Soll er beschnitten sein oder unbeschnitten? Soll es ein Fleischpenis sein oder doch ein Blutpenis? Reichen 14 Zentimeter oder müssen es mindestens 20 sein?

Den meisten Männern sind solche Überlegungen fremd, sie müssen ja schließlich mit dem Ding leben, das ihnen die Natur geschenkt hat. Dabei finden viele von uns ihren eigenen Penis sogar doof. Oder zumindest zu klein. Insbesondere die, die sich mit den Protagonisten von Pornofilmen vergleichen, die zum Großteil über Norm bestückt sind. Das ist natürlich genauso dämlich, wie die Frauen, die mit ihren Brüsten nicht zufrieden sind, weil sie sich an aufgepumpten Promis oder Pornostarletts orientieren. Dennoch kommt es immer wieder vor.

Doch während Frauen sich die Brüste vergrößern lassen können, kommt Mann nicht drum herum, sich mit seinem besten Stück abzufinden. Und auch die Damenwelt muss mit dem Vorlieb nehmen, was ER zu bieten hat. Oft ist das ja auch gar nicht so schlecht. Welche Frau hat schließlich schon einmal den humoristischen Dialog „Steck ihn rein!“ – „Aber er ist doch schon drin!“ in der Realität erleben müssen? Die wenigsten, vermute ich. Denn wenn der Schwanz steif ist, befindet er sich in den meisten Fällen in einer Größenordnung, die völlig akzeptabel ist. Die Durchschnittslänge des deutschen Penis beträgt zwischen 13 und 16 Zentimeter. Eigentlich ausreichend, oder?

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Dennoch haben Männer oft ein Problem mit ihrem Dingdong. Denn „er“ sieht schlaff einfach unvorteilhaft aus. Gerade, wenn Mann einen Blutpenis hat, der überhaupt nur dann etwas hermacht, wenn er ausgefahren ist (dafür sind Blutpenisse im Gegensatz zu Fleischpenissen, die auch im nicht-erigierten Zustand ordentlich groß sind, richtig schön hart).

Wenn wir uns nun den schlaffen Penis in Kombination mit dem gespielten Witz der Natur, dem Hodensack, anschauen, ergibt das ein oftmals erschütterndes Bild. Nebenbei gesagt: Was für einen fiesen Humor die Natur doch haben muss, eines der empfindlichsten Körperteile des Mannes frei baumelnd zwischen seine Beine zu pflanzen, so dass MANN es auch bitte bei jeder Bewegung, beim Sitzen, Stehen und Liegen, spürt!

Aber zurück zum besten Stück. Optisch mag ein Penis nun wirklich nicht die Krone der Schöpfungskraft sein. Was jedoch seine zentrale Stellung in der sexuellen Empfindsamkeit des Mannes angeht, gibt es keinen Zweifel darüber, dass es sich bei diesem kleinen Kameraden um ein ganz besonderes Körperteil handelt. So fassen wir Männer unseren eigenen Schwanz einfach gerne an, weil er sich super anfühlt. Noch besser ist es natürlich, wenn er von jemand anderem angefasst wird. Ganz besonders von jemandem, der sich damit auskennt, denn bei einem empfindlichen Gerät wie dem männlichen Liebeshammer ist der Grat zwischen „Fühlt sich spitze an…“ und „Aua!“ ziemlich schmal. Bei so manchem Mann ist gerade die Eichel so empfindlich, dass die Berührung mit Zähnen oder Fingernägeln schnell zu Schmerzen führen kann. Und wer nicht besonders auf Schmerzen steht, wird froh sein, wenn sich so etwas vermeiden lässt.

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Also, liebe Frauen, achtet beim Handjob oder Blowjob auch auf das Gesicht des Mannes. Wenn es schmerzverzerrt aussieht, macht ihr vielleicht etwas falsch. Habt ihr allerdings die nötige Routine und seid euch nicht zu schade, den ein oder anderen Hinweis des Mannes anzunehmen (wir beschäftigen uns mit unserem Schwanz schließlich, seitdem wir kleine Hosenscheißer sind und wissen, wie man ihn benutzt), dann steht dem Vergnügen nichts mehr im Weg.

Schenkt unseren Schwänzen viel Aufmerksamkeit. Bei uns konzentrieren sich Geilheit und Lust leider nun mal zum Großteil auf unser gutes Stück. Und wann immer ihr die Möglichkeit habt, sagt, dass ihr ihn geil findet. Das hört jeder Mann gerne, und ganz nebenbei spornt es uns zu Höchstleistungen an.

Fotos: Ika Fan // Ika Fan bei Facebook <3

4 Comments

  1. Ringle

    14. Mai 2017 at 23:28

    Jaaa. genau so ist das!!

    Vielen herzlichen Dank für diese trefflichen der Zustands hingehend und zugleich erklärenden sie, was das Verhalten von uns Männer mit am meisten prägt …

    ;-)

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  4. JudgeDark

    14. November 2016 at 19:30

    Eine Ode an den Piephahn … sehr schön! :)

    Und hier kann ich nur absolut zustimmen, das hätte man auch besser lösen können, liebe Natur: „Was für einen fiesen Humor die Natur doch haben muss, eines der empfindlichsten Körperteile des Mannes frei baumelnd zwischen seine Beine zu pflanzen, so dass MANN es auch bitte bei jeder Bewegung, beim Sitzen, Stehen und Liegen, spürt!“

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