Schwanzvergleich mit Ron Jeremy? Au Backe!

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Ein Text von Hans Pørnflake.

Letztens hatte ich einen Traum. Ich ging in die Sauna und sah dort John Holmes, Peter North und Ron Jeremy sitzen. Worauf würde das hinaus laufen? Auf einen Schwanzvergleich mit den Legenden des goldenen Pornozeitalters? Verdammt. Als ich mein Handtuch lüftete und mich zu ihnen setzte, fingen die Drei an zu kichern und sagten einstimmig: „Die Damensauna ist da drüben!“ Dann bin ich schweißgebadet aufgewacht.

Schwanzvergleich olé?

Plastik-Schwanzvergleich olé. Foto: Dahlia von Turbozucker/meltwist.com

Dieser Traum hat mich doch einigermaßen verwundert. Normalerweise träume ich davon, wie ich als Stuntman/Model/Elitesoldat mit meinem Penis Kriminalfälle löse, Verbrecher festnehme und Jungfrauen rette (und sie später als Nicht-mehr-so-Jungfrauen wieder zurückgebe). Komplexbeladene Geschichten wie diesen Traum hatte ich seit meinen frühen Teen-Tagen nicht mehr. Ich schaute also an mir herab und wollte sichergehen, dass noch alles dran war. Japp. War es.

Ich find ihn eigentlich ziemlich schick, meinen Schwanz. Sieht gut aus, man sagt, er schmeckt und riecht gut, und wenn er hart ist, kann ich mit ihm Panzerschränke öffnen. Also eigentlich doch alles gut, oder? Fast! Denn kaum ein Mann ist vor dem gedanklichen Schwanzvergleich gefeit, davor, sich ab und zu zu fragen, ob sein Schwanz im Gegensatz zu anderen nicht zu klein, krumm, blass oder sonst wie entstellt ist. Ganz oft passiert das, nachdem man sich einen bunten Film mit den Profipenissen aus der Pornobranche angesehen hat. Ein Schwanzvergleich dieser Art ist aber auch unfair. Wer kann schon von sich behaupten, einen Prachtpimmel wie etwa John Holmes sein Eigen zu nennen? Oder so schön und massenweise abspritzen zu können wie ein Peter North? Oder gefühlte zwölf Stunden dauervögeln zu können wie Betonschwanz Richard Allan?

Dennoch – immer wieder stellen wir in unseren Köpfen den Schwanzvergleich mit diesen Full-Time-Spritzern an. Warum eigentlich? Man fühlt sich doch auch nicht gleich schlecht, wenn man Usain Bolt im Fernsehen sieht und feststellt, dass man nicht mal annähernd so schnell ist wie er. Oder nicht mal annähernd so gut Fußball spielt wie Mario Götze, Tennis wie Rafael Nadal oder Gewichte stemmen kann wie Olga Kawemsma aus der ungarischen Olympiamannschaft. Genau in diese Kategorie gehören viele Pornodarsteller aber. Man kann sie nur mit Profisportlern vergleichen. Sie haben bessere Voraussetzungen (in diesem Fall ein mächtiges Arbeitsgerät), mehr Training und dazu Wettkampferfahrung noch und nöcher, die jedem Normalsterblichen leider fehlt. Der Schwanzvergleich ist also zum Scheitern verurteilt.

Die meisten Männer sind einfach zu sensibel, was ihren Schwanz angeht. Und sie haben die falsche Vorstellung, dass alle Frauen ausschließlich auf Monsterpenisse stehen und im Schwanzvergleich immer den Schwanz wählen würden, der dem anderen an Länge und Dicke überlegen ist. Dabei ist es eher so, dass viele Frauen einen normalgroßen Penis einem 25 Zentimeter großen Pferderiemen vorziehen würden. Oder einen Penis bevorzugen, der in normalen Mengen abspritzt, nicht einen Kärcher-Hochdruckreiniger, wie Peter North ihn zwischen den Beinen trägt. Und auch im Bereich Sex-Dauer würden viele Frauen doch eher einen Normalo wählen, als jemanden, der mit scheinbar magischen Fähigkeiten noch jede Muschi müde gevögelt hat.

Na, wer versteckt sich denn da so schüchtern?

Na, wer versteckt sich denn da so schüchtern? Foto: Dahlia von Turbozucker/meltwist.com

Der dauerhafte Pornokonsum seit unseren Teenagertagen hat dazu geführt, dass viele Männer der irrigen Ansicht sind, Frauen würden nur Gigantoschwänze wollen und auch nichts anderes kennen. Dabei haben wohl die wenigsten Frauen wirklich Erfahrungen mit solch seltenen Exemplaren gemacht. Die meisten Ex-Freunde, Liebschaften und One-Night-Stands werden wohl genauso normal gebaut gewesen sein wie du und ich. Und selbst, wenn sie dann doch mal einen John-Holmes-Penis-Lookalike im Bett hatten, sagen nicht wenige nach dieser Erfahrung, dass es einfach zu viel war.

Was kann ich den Männern mit den Normaloschwänzen nun raten? Zuerst rate ich euch vom Schwanzvergleich ab. Der ist immer Bullshit. Dann empfehle ich euch, weniger Pornos zu konsumieren. Wenn ihr darauf nicht verzichten wollt oder könnt, dann seht die Filmchen mit dem Hintergedanken, dass da auf dem Bildschirm Profis am Werk sind, die ihren Job einfach besser beherrschen und das bessere Werkzeug haben als wir Hobbyhandwerker.

Andererseits kann ich euch nur raten, euch mit eurem besten Stück anzufreunden. Denn wenn man nicht wirklich das Pech hat, Besitzer eines Mikropenisses zu sein (die übrigens genauso selten sind wie Riesenschwänze), kann Mann mit seinem Schwanz eigentlich ganz zufrieden sein. Solange man ihn pflegt, nicht vernachlässigt und einigermaßen weiß, wie man mit ihm umgeht, ist alles in Butter.

Und mein Traum vom unfairen Schwanzvergleich? Nun, wie sich in der Nachbetrachtung herausstellte, haben die drei Pornogiganten mich nicht ausgelacht, weil ich so einen mickrigen Pimmel hatte, sondern weil, als ich das Handtuch fallen ließ, zwei außerordentlich hübsche C-Körbchen zum Vorschein kamen. Was das wiederum bedeuten mag, werde ich wohl ausgiebig mit meinem Therapeuten besprechen müssen.

Alle Fotos auf dieser Seite schoss unter Einsatz ihrer Libido unsere Herzensfotografin Dahlia von Turbozucker, im Netz zu finden auf www.meltwist.com

8 Comments

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  6. Foxy

    3. März 2014 at 0:44

    Jap! Auch ich kann dem vollkommen zustimmen!
    Zumindest ich für meinen Teil stehe nicht drauf stundenlang von einem Riesenpenis wund gefickt und von oben bis unten vollgesaut zu werden! :)

  7. horst

    2. März 2014 at 11:22

    und was ist eure meinung dazu?

    • Mimi

      Mimi

      2. März 2014 at 16:25

      horst, wen meinst du? käthe und mich? wir geben horst in gänze recht :)

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