Rimming – pro Arschliebe!

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„Super-Booty, der neue Trend“, „Warum Männer so auf Pos stehen“, „Übungen für einen sexy Hintern à la Kim Kardashian“ – ich hasse es so sehr, wenn Frauenmagazine sexuelle Themen aufgreifen. Weil sie immer dann aufhören, wenn es spannend wird. Ja, Männer stehen auf Ärsche. Ja, auch Frauen lieben dicke Backen. Und ja, mit Squats und Co. kann selbst Fräulein Plattarsch einen dicken Nicky-Minaj-Booty bekommen. Na, und dann? Wenn so ein Prachtarsch vor einem herumwackelt, dann steht man doch nicht blöde davor und glotzt. Den will man anfassen, packen, mal gepflegt draufhauen, ihn bumsen. Und ja, vielleicht mag man auch mal seine Zunge reinstecken. Denn so ein Arsch hat in der Regel einen gar nicht so geheimen Geheimeingang, der zwischen den properen Backen sitzt und der an manchen Tagen ganz schön traurig ist, weil ihn alle so Kacke finden. Pun intended. Haha.

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Doch genug von depressiven Körperöffnungen. Sprechen wir über eine besondere Form der Arsch-Erotik – über das Lecken des Polochs, in der Porno- und Erotikbranche Rimming oder Rimjob genannt, in wissenschaftlichen Arschforscherkreisen bekannt als Anilingus, nicht Analingus, wie viele tatsächlich fälschlicherweise denken.

Seid ihr keine Arsch-Freunde, und kam euch beim Gedanken an anales Züngeln soeben der Kantinen-Schweinebraten mit Klößen wieder hoch? Dann verabschiede ich euch hiermit freundlich und verweise euch auf diesen zauberhaften Post mit nur ganz wenig, dafür sehr hübschem Arsch. Bis zum nächsten Mal, Jungs und Mächen!

Allen anderen ein herzliches Willkommen zu Mimis kleiner Rimming Runde.

Arschlecken kann toll sein, ihr wisst das. Ob nun aktiv oder passiv, Rimming ist im wahrsten Sinne reizend und, das nur am Rande, eine durchaus beliebte Porno-Rubrik. Warum aber stehen wir so sehr darauf, wenn uns jemand seine Zunge in den Allerwertesten schiebt? Weil sich in der Analregion zahlreiche Nervenenden befinden, die uns besonders sensibel für Stimulationen machen, sei es durch sanftes Lecken der sensiblen Lochung oder durch festes, forderndes Eindringen mit dem Zungenlappen.

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Joa. Die Zunge ist drin – und nu‘? Nu‘ ist Creative Rimming angesagt. Startet mit neckischen Arschbacken-Knutschern. Spreizt die Beine eures Partners, um gut an die depressive und höchst sensible Pforte heranzukommen und ihr eure Liebe zu zeigen. Züngelt euch mit flinker Zunge rund ums Poophole, schleckt mit der vollen Zungenbreitseite oder lasst eure Zunge wie einen spitzen Pfeil hinabtauchen. Oder, oder, oder, lasst euch was einfallen. Beim Rimming gilt übrigens wie fast für jede sexuelle Spielart: Je feuchter, desto sexueller.

Wem ein wenig oberflächliches Schlabbern nicht genügt, und wer stattdessen in ungeahnte Tiefen vorstoßen möchte, kann den körpereigenen Notausgang des Spielgefährten vorher etwas dehnen, je nach Übungsgrad des Partners entweder mit den Fingern, einem Dildo oder einem Plug. Das nur als Bonus-Tipp für alle zukünftigen Rimming Pros in der Ausbildung.

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Echtes Rimming dürfen wir euch aus Jugendschutzgründen nicht zeigen. Wollen wir aber auch nicht, dafür habt ihr ja Pornhub. Stellen wir uns also vor, der Schmetterling sei eine freche, flinke Zunge und die Dame trüge keinen Schlüppi. Seufz <3

Doch auch, wenn wir alle, die wir diesen Text bis hierhin geschafft haben, Rimming in der Theorie irre gut finden, haben doch viele so ihre Bedenken. Denn nicht jeder kann sich mit dem Gedanken anzufreunden, in der Praxis eine Körperöffnung auszulecken, aus der sonst Kaka ausgeschieden wird. Jaja, liebe Kaviarfraktion, euch mag das lächerlich erscheinen, aber das soll mir gerade mal schnurz sein. Denn in so einer Kackwurst, von Fans dieser Disziplin gerne euphemisierend als Kaviar oder Schoki bezeichnet, befinden sich eine Menge Bakterien, die zu Infektionen führen können. Deshalb ist eine gründliche Reinigung vor dem Rimjob absolut zu empfehlen. Nicht nur mit Wasser und Seife für den äußeren Bereich, sondern zusätzlich mit einer Darmspülung. Wenn ihr keine Darmspülung machen möchtet, achtet darauf, dass zwischen eurer letzten Mahlzeit und dem Rimjob mindestens zwei Stunden liegen. So sollte alles sauber bleiben, und ihr geht nicht mit einer fiesen Infektion nach Hause.

Schokigruppe, ihr macht eh euer eigenes Ding, ich spare mir an dieser Stelle die Belehrungen.

Wer „Safer Rimming“ praktizieren möchte, kann beim Rimjob ein so genanntes Lecktuch, auch „Dental Dam“ genannt, verwenden, eine dünne Latexfolie, die über das Pupsloch gelegt wird. Ist definitiv gewöhnungsbedürftig, aber was tut man nicht alles für die Gesundheit.

Ein weiterer wichtiger Hinweis: Wenn ihr eurer Frau den Po gerimmt habt, Männer und Mädchen, dürft ihr anschließend auf keinen Fall mit der Zunge zu ihrer Muschi wechseln. Dadurch können böse Keime übertragen werden, und eure Liebste ist in Sachen Sex fürs Erste außer Gefecht gesetzt.

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Fotos (4): Ika Fan

So, liebe Frauenzeitschriften – genau DAS kann man nämlich mit so einem Booty anstellen, ob der nun flach und schüchtern oder fett und for-, pardon, vorwitzig ist. Man kann die Zunge reinstecken und das dann ganz toll finden. Oder es lassen. Oder sich anal durchnageln lassen. Und ja, das alles ist genau das Gegenteil von Frühlingsputz-rein, und ja, genau das ist so toll daran.

Arschlöcher dieser Welt, steht… äh… auf! Malt Transparente, geht auf die Straßen, und dann singt laut: Pro Rimming! Pro Arschliebe! Pro Zunge rein und ab dafür.

Word.

9 Comments

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  2. Mara

    20. November 2015 at 0:01

    Hi Mimi,

    toller Text!! Nur finde ich es schade dass du „Männer und Mädchen“ geschrieben hast und nicht „Männer und Frauen“ oder „Jungs und Mädchen“…ich hoffe du weißt was ich meine.

    • Mimi

      Mimi

      20. November 2015 at 13:02

      nö, weiß ich nicht. nein, anders: ich weiß es, aber es ist mir wumpe, mit verlaub :) wenn du meine texte des öfteren liest, wird dir auffallen, dass ich auch erwachsene frauen als „mädchen“, erwachsene männer als „jungs“ bezeichne. darin sehe ich kein problem, das ist m.e. wortklauberei. dass in unserem blog ausschließlich von einvernehmlichem sex im legalen (alters)rahmen die rede ist, wissen unsere leser. lieben gruß und danke fürs lob :)

  3. Cheffernan

    4. Oktober 2015 at 15:51

    Schöner Beitrag.
    Endlich mal etwas lesenswertes zu dem Thema.

    Wobei man fast den Eindruck gewinnen kann,
    das sich Mimi mit dem Thema aber auch auskennt ;)

    Ganz im Sinne, „Öffnet die Herzen, herzt die Öffnungen“

    • Mimi

      Mimi

      9. Oktober 2015 at 20:08

      merci :) und zu deiner anmerkung bezüglich des auskennens: als gewissenhafte journalistin bin ich bei jedem thema, über das ich hier oder in anderen medien berichte, stets fachfrau auf zeit :)

  4. JudgeDark

    1. Oktober 2015 at 18:58

    Danke für den schönen und sehr plakativen Text!

    Aber mal ne Frage bzgl. des Themas nach Po nicht Mumu besuchen! In vielen Filmen sieht man es, dass es eben doch gemacht wird und da stellt sich mir die Frage, wieso sich die Branche nicht so wirklich dran hält bzw. ob man dort andere Methoden hat, die diese Sache möglich machen? Ihr als Fachfrauen könnt hierzu doch bestimmt was sagen, sofern ihr möchtet natürlich!

    • Mimi

      Mimi

      9. Oktober 2015 at 20:07

      naja, es wird, wie im film üblich, viel geschnitten, da lässt sich natürlich was zaubern :) ist es nicht geschnitten, würd ich’s unter dem punkt „berufsrisiko“ verbuchen. da die meisten professionellen darsteller aber körperlich dauer-fit sein müssen, wird wenigstens bei den produktionen, die ich immer mal wieder erlebe, meist kurz gestoppt, dann abgeputzt, dann weitergedreht :)

      • JudgeDark

        10. Oktober 2015 at 20:03

        Danke für die Info, Mimi! Hab mir sowas schon gedacht, aber es ist schön etwas von einer Frau mit Kenne dazu zu hören! :)

        • Mimi

          Mimi

          11. Oktober 2015 at 18:01

          gern geschehen :)

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