PORNY DAYS: Ärsche falten, Pornos gucken <3

By  |  0 Comments

Ein selbstmitleidiger und sehnsüchtiger Text von Mimi Erhardt.

Hätte, hätte, Fahrradkette. Eigentlich hätte ich bereits gestern mit meinem Babygirl Lullu Gun im Zug Richtung Zürich sitzen sollen. Dann aber kam mir etwas dazwischen, das mir die Reise in die Schweiz ordentlich verhagelte. Ganz schön blöde, denn ich sollte und wollte doch lesen. Aus „Mimi&Käthe: Erlebnispornographie“, unserem hauseigenen Buchbaby. Auf einer schummrigen Bühne, in der Gesellschaft schöner, kluger Menschen, die die Pornographie mindestens genauso lieb haben wie ich. Doch anstatt zu jammern und zu klagen – die Umstände lassen sich ja nun doch nicht immer ändern – will ich euch, die ihr gerade in und um Zürich herum verweilt, eben das Event ans Herz legen, das ich mir entgehen lassen muss. Das Pornofestival PORNY DAYS.

porny-days_2016_1

Vom heutigen Freitag bis Sonntag, 27. November, geht es im Festivalzentrum Walcheturm zur Sache. Aufregende Performances, Diskussionen, Kunst, Literatur, Pornofilme und Musik, Musik, Musik – man könnte sein Wochenende wahrlich schlechter gestalten.

Lasst euch zum Beispiel beim Naked Feast mit aphrodisierenden Häppchen füttern. Ich bin nicht sicher, was aphrodisierende Häppchen sind (gepfefferte Ananasscheibchen an nicht entdarmten Krustentier?), aber glaubt mir: Ich hätte mir alles reinstopfen lassen, was es reinzustopfen gibt.

porny-days_2016_3

Lernt, was es mit Shibari, der erotischen Fesselkunst aus dem Land der aufgehenden Sonne, auf sich hat, genießt die Performance des japanischen Fesselkünstlers Harukumo und lernt, warum Bondage nicht gleich Bondage ist und warum zum erotischen Verschnüren mehr gehört als eine Packung Kabelbinder aus dem Baumarkt. Naja. Wenn’s gut werden muss…

Ein Programmpunkt, der definitiv auf meiner Zu-Tun-Liste stand, ist der Pornogami-Workshop. Zwar war ich schon im Kindergarten der letzte Volldepp in Sachen Basteln (ich klebte mir lieber meine Hände mit Sekundenkleber zusammen), aber damn, wie gerne würde ich lernen, wie sich Penisschwänze, Dickärsche, Rosetten, Vaginchen und Titten aus buntem Papier falten lassen. Ein wenig Glitzerglitzer oben drauf, Schleife drum – das perfekte Weihnachtsgeschenk!

porny-days_2016_5

Doch es gibt bei den PORNY DAYS nicht nur sexy Action, sondern auch einiges zu sehen. Den Film „Belladonna Of Sadness“ zum Beispiel, einen „erotisch-psychedelischen“ Animestreifen aus dem goldenen Pornojahr 1973. Pflicht und Kür gleichzeitig wäre mir „Rocco“ gewesen, ein überraschend leises, intimes Porträt von Pornolegende Rocco Siffredi. Uh. Oder gebt euch doch „Kings Of Porn“, einen Kurzfilm von Queer-Ikone Rosa von Praunheim.

Und wenn ihr dann genug vom Schwänze-Falten, Boyfriend-in-Seile-Wickeln, diskutieren, staunen und Pornos schauen habt, feiert zu hypnotischen Technoklängen mit all den anderen wunderbaren Freaks, die die PORNY DAYS gemeinsam mit euch zelebrieren.

porny-days_2016_4

Die PORNY DAYS sind ein Fest der Pornographie, und das solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Echt mal. So viel Liebe an euch, ihr Macher und Performer <3

Alle Details zum Programm, zu Eintrittspreisen und Einlasszeiten findet ihr auf der Website der PORNY DAYS. Klickt mal hier. Und jetzt hin da mit euch, go, go, go! :)

Fotos: Layla Baraké

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *