Porno-Zensur im UK – pfui Devil!

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Porno-Zensur im United Kingdom – und die Briten sind not amused. Eigentlich ist das niemand, bis auf die britischen Anti-Porno-Spießer-Piefkes. Denen ist es tatsächlich gelungen, einen neuen Gesetzentwurf durchzubringen, der besagt, dass in Pornos, die in Großbritannien gedreht und produziert werden, eine ganze Reihe sexueller Praktiken nicht mehr gezeigt werden dürfen. Welche das sind und warum wir aus der Mimi&Käthe Gang diese Entwicklung erschreckend, idiotisch und sexistisch finden, dafür aber die Demo gegen die Porno-Zensur am vergangenen Freitag extrem supporten, erklärt euch unser Mädchen Kate Moskau.

Von Kate Moskau

Mit dem Verfassen dieses Textes laufe ich Gefahr, meinen Ruf als weltoffenes Fräulein zu verlieren, aber das nehme ich im Kampf gegen den Sexismus und pro Pornographie selbstverständlich gern in Kauf: Ein Land, in dem mitten im 21. Jahrhundert noch eine Monarchie herrscht, ist meiner Meinung nach nicht so richtig ernst zu nehmen. Und ein Land, dessen Einwohner ihre schrumpelige Königin so hart abfeiern, wie die grenzdebile Problemjugend Deutschlands Money Boy, sowieso nicht.

Dieses besagte Land – Großbritannien – hat jetzt noch etwas viel Blöderes gemacht, etwas, das seinen Stellenwert in meinen Augen noch unter den von Money Boy katapultiert hat. Gefühlt befindet sich Großbritannien jetzt irgendwo zwischen Gina-Lisa und der Kelly Family. Der Grund? Dank eines neuen Gesetzesentwurfs sind seit kurzer Zeit eine Handvoll Dinge in britischen Pornos urplötzlich einfach verboten. Es gibt neuerdings eine Porno-Zensur Liste, auf der nicht etwa wirklich bekämpfenswerte Dinge wie Kinder- oder Tierpornographie stehen, was mehr als nachvollziehbar wäre. Oder zu heftige SM-Praktiken, was ich zwar engstirnig fände, was aber irgendwo doch einen Sinn gemacht hätte. Auf besagter Liste stehen unter anderem folgende Praktiken: Bondage, Auspeitschen, Fisting, SM-Sessions, Anpissen und Würgen. Natürlich können sich die Briten die verbotenen Praktiken auch weiterhin in im Ausland produzierten Pornos reinziehen und auch weiterhin Youporn und Co. konsumieren. Aber den Spaß verdirbt die neue Porno-Zensur den Briten dennoch.

Porno-Zensur1

Dürfen wir uns bald nur noch das reinziehen, was die Regierung und Porno-Gegner als angemessen betrachten? Prost Mahlzeit!

Verboten ist von nun an außerdem, dass Frauen gezeigt werden, die sichtbar einen Orgasmus haben, also abspritzen, in Fachkreisen Squirting genannt. Wenn also Muschisaft durch die Gegend spritzt, hält der Porno-hassende Brite sich beschämt die Hand vors Gesicht, wenn es aber Sperma ist, das zwischen den Augen der Frau landet, ist es okay. Denn der männliche Cumshot steht nicht auf der Porno-Zensur Liste. Sexismus in Reinform.

Eins der schönsten Dinge der Welt soll auch nicht mehr visuell gezeigt werden dürfen – das Spanking. Lebensbejahende, leidenschaftliche Klapser auf den Po. Wieso? Oh, du britische Regierung, was taten deine Inselbewohner dir so Furchterregendes an, dass du dich auf diese Art und Weise rächst?

Die Schweizer Internetseite 20 Minuten hat neulich ebenfalls von der grauenvollen Porno-Zensur berichtet und diese mit ihrer landeseigenen Porno-No-Go Liste verglichen. Und ich sollte Recht behalten, bis auf Würgespiele und Gewalt in Pornos (doch, doch, irgendwie verständlich) ist in der Schweiz alles erlaubt, was in Großbritannien ab jetzt verboten ist: Urinpornos, sich auf die Gesichter seiner Bettpartner setzen, auch bekannt als Facesitting, Dirty Talk (warum auch immer das verboten wurde), und, wie schon erwähnt, Fisting und Peitschenhiebe.

Aber nicht alle Briten sind Wayne Rooney, deshalb ging der wütende Mob in London gegen die Porno-Zensur auf die Barrikaden und patroullierte einen Tag lang vor dem Parlament. Und zwar nicht einfach so, sondern sich gegenseitig auf den Gesichtern sitzend. Wenn die Briten schon kein Facesitting mehr in ihren Pornos sehen dürfen, machen sie es halt einfach selbst und in aller Öffentlichkeit! Es war ganz zauberhaft mit anzusehen und hatte ja tatsächlich einen tieferen Sinn. Ob es was gebracht hat, sei dahin gestellt, medienwirksam war die Demo gegen die britische Porno-Zensur aber allemal.

Porno-Zensur2

Mimi&Käthe sind gegen die britische Porno-Zensur. Aber derbe.

Ich finde es sehr schade und erschreckend, dass die politischen Führungsriegen sich das Recht herausnehmen, uns wie kleine Kinder zu halten und sich – in diesem Fall – in unser Sexleben einzumischen. Es werden Gesetze verabschiedet, mit denen wir gezwungenermaßen leben müssen (in dem Fall die Briten), aber niemand erklärt uns, wie die Herren und Damen überhaupt auf so einen Unsinn gekommen sind. Wer hat sich denn beschwert? Der Zentralrat der spießigen Hausmuttis mit Stock im Hintern? Oder wieder eine dieser ultimativ schlimmen britischen Feministinnen, die sowieso gegen alles Pornographische sind? Ihr habt Recht, Mädels, Sexismus ist  doof, aber Misandrie ist genauso scheiße. Wollte ich nur mal gesagt haben.

Ich bin ganz klar gegen die Porno-Zensur. Aber sagen wir’s mal so: What goes around, comes around.

2 Comments

  1. Pingback: Wie fuckable sind die Dschungelcamp Jungs'n'Mädchen? - Mimi&Käthe

  2. JudgeDark

    16. Dezember 2014 at 19:12

    Sehr albern das ganze … zumal man ja in Zeiten des www auf anderem Wege an besagten Praktiken seine Freude haben kann. Die Briten waren halt einfach immer schon stockkonservativ und haben hier wieder mal unter Beweis gestellt, dass sie es immer noch sind und wohl noch ne Weile sein werden.

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