Mr. Owen Gray will see you now: Fifty shades of geil

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Text von Virginia Heart

Gegen Ende letzten Jahres ließ US-Pornstar Stoya – sinngemäß – verlauten, ihr Ex, Pornodarsteller James Deen, sei ein widerliches Stück Scheiße: Stoya sowie acht andere Frauen warfen Deen vor, sie missbraucht und vergewaltigt zu haben. Nach dieser Nachricht war ich kurzzeitig aufgeschmissen. Ich führe mein Leben möglichst simpel und effektiv, Selbstbefriedigung ist da keine Ausnahme.

Auf James Deen war immer Verlass. Nun aber konnte ich ihn nicht mehr ansehen, ohne einen intensiven Brechreiz zu verspüren. Bei dem Gedanken, seine Videos durch Klicks zu unterstützen, fühlte ich meine Finger faulen. Also biss ich in den sauren Apfel und surfte auf der Hormonwelle durchs Internet. Tumblr sei Dank wurde die Suche bald von Erfolg gekrönt.

Da war er – US-Pornodarsteller Owen Gray.

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Blass, schmal, mit unproportional großen Augen und einer Y-Schnitt-Narbe, nicht unähnlich der, die während einer Autopsie geschnitten wird, auf dem tätowierten Oberkörper. Freunde, ich war sofort am Haken. Weil ein wenig Kontext meinen sexuellen Fantasien generell zuträglich ist, quietschte ich vor Freude über die „FAQ“-Seite in seinem Blog.

Owen Gray zeigt sich darin als verständnisvoller, vorsichtiger und überlegter Mensch. Seine Onlinepräsenz ist frei von standardisierter Selbstdarstellerei, und er scheint stets bemüht, die Fragen seiner Bewunderer umfassend zu beantworten. Fragen gibt es viele. Zu Grays eher unkonventioneller Erscheinung zum Beispiel. Wie er, der so ganz anders aussieht als die typischen Adult-Entertainment-Hengste, es in einer Branche zu Ruhm und Erfolg bringen konnte, die zu großen Teilen noch immer eine standardisierte Vorstellung von Schönheit propagiert.

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Er habe einfach ein paar öffentliche KINK.com Shoots besucht und sich irgendwann als Model zur Verfügung gestellt. Mit seiner Frau, einer professionellen Domina, die er als ihr Klient kennenlernte, gab es diesbezüglich nie Schwierigkeiten, die beiden führen eine offene Ehe.

In seinen Filmen besticht Grays Perfomance durch Authentizität. Mit ruhiger, tiefer Stimme bekundet er Gefallen oder erteilt Kommandos. In seiner Rolle als Dom ist er unwiderstehlich. Ohne Phrasen und sehr playful, etabliert er seine Machtposition, und ich wäre für ein paar Minuten niemandem lieber hörig als ihm. Er legt großen Wert auf die Chemie zwischen sich selbst und seinen Co-Akteuren. Auf After Care, auf das liebevolle, emotionale und physische Umsorgen seiner Spielepartner nach dem zum Teil sehr harten Sex. Darauf, das bestmögliche Erlebnis auch als solches darzustellen. All das findet seinen Weg über den Bildschirm.

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Um den Kreis zu schließen, sei erwähnt, dass Owen Gray die Frauen, die gegen Deen aussagten, unterstützt.

Mein Vorschlag für euren Abend, Morgen und Mittag: Verbringt ein paar Minuten mit Mr. Owen Gray. Ihr habt es euch verdient.

PS: Aus Jugendschutzgründen dürfen wir nicht auf den Blog von Owen Gray verlinken. Seinen Instagram-Feed empfehlen wir euch dagegen ganz legal mit Kusshand!

Fotos: Courtesy of Owen Gray

6 Comments

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  6. lumbrjacky

    28. September 2016 at 23:02

    Und woher kommt jetzt die Narbe?

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