Im Herzen Hardcore: Nils aus Berlin by Melanie Ziggel

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Ein Text von Mimi Erhardt.

Nils ist 26 Jahre alt, geboren in Lübeck, aufgewachsen in einem kleinen Dorf in der Nähe von Bielefeld, NRW. „Mehr Kühe als menschliche Bewohner da“, sagt er. Inzwischen wohnt Nils in Berlin. Über den Weg gelaufen sind wir uns aber nicht nachts am Späti, in irgendeinem Club oder chillend im Park, sondern auf Instagram. Wir müssen uns besser kennenlernen, denke ich mir und frage, wie es ihn nach Berlin verschlagen hat.

„Ich bin 2014 nach Berlin gekommen, um meine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger zu beginnen“, erzählt Nils. „Aber eigentlich bin ich damals vor allem wegen meiner Ex hergezogen. Die Fernbeziehung war zu belastend für sie, da wollt ich‘s mit der Aktion retten. Letztendlich sind wir noch vor meinem Umzug getrennte Wege gegangen, und ich bin wohl aus einem der klassischsten und naivsten Gründe hergekommen. War, bin scheinbar ein bisschen ,hopeless romantic‘. Aber mir war alles andere damals ziemlich egal. Ich bereue jedoch nichts, hab hier mein Plätzchen gefunden, und mein Charakter ist an der ganzen Sache gewachsen.“

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„Du siehst aus wie einer der Jungs, mit denen ich früher auf Hardcore-Shows abhing“, sage ich und frage, welche Musik er mag.“ Nils lacht, antwortet: „Ich höre alles, was gefällt. Also wirklich querbeet. Ob Indie, HipHop, manchmal sogar poppige Charts- oder Filmmusik. Aber letztendlich schlägt mein Herz doch für meine wahre Liebe, den Hardcore. Ich bin auch Sänger in einer Deathcore-Band. Hatte schon eine kleine Band in Bielefeld und hab seit einigen Jahren meine große Leidenschaft im Schreien gefunden.“

Ha, Hardcore, hab ich‘s doch gewusst. Und wie sieht‘s aus mit Filmen? Welchen Film sollte jeder unbedingt und mindestens einmal in seinem Leben gesehen haben, Nils aus Berlin?

„,Into The wild‘. Großartige Musik, gewaltige Bilder und eine Story, die einem vor Augen führt, was alles falsch läuft in der Gesellschaft und mit den dort wimmelnden Wertvorstellungen. Außerdem bekommt man Bock drauf, die Welt zu entdecken und alles hinzuschmeißen. Ein Film für Momente mit Fernweh. Eigentlich ein Film für jeden Moment.“

Fotos: Melanie Ziggel // Melanie Ziggel bei Facebook

2 Comments

  1. Miez

    3. Mai 2017 at 15:33

    Ich mag diese Bilder.
    Interessanter Mann, sehr schön still ruhig und kraftvoll in Szene gesetzt. Schön

  2. Britta

    30. April 2017 at 20:58

    Was für ein schöner Mann!

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