„Bitte recht feucht-lich!“ Mimis Muschi-Photo-Guide.

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Foto: www.bastian-hessler.de

Meine Vagina ist ein kleines Paradies, das ich zwischen meinen Beinen trage. Ich zeige sie mit Vergnügen jedem, der sie sehen will. Nicht in echt natürlich, ich bin im real life wie so viele virtuelle Selbstdarsteller leider voller Scham und Versagensängste. Aber ich fotografiere Muschi gern und schicke die Bilder dann meinen Onanierfreunden. Anton zum Beispiel.

Seit Jahren mailen wir wie die Blöden Aufnahmen unserer Geschlechtsorgane hin und her. Manchmal reden wir aber auch einfach nur. Neulich fragte Anton, wann es mit meiner Leidenschaft für Genital-Bilder angefangen habe. „Vor fünf Jahren“, antwortete ich. „Wer hat dich auf den Scheiß gebracht?“ „Neon.de.“

Neon.de ist eine riesige Fick-Börse. Oder war es wenigstens. Ich muss euch das erzählen, damit ihr versteht, warum ich mit der Materie der Vaginal-Fotografie so vertraut bin. Als ich vor gefühlten Dekaden dort angemeldet war, konnte ich mich vor Semi-Intellektuellen mit dicken Eiern kaum retten. Alle wollten mich bumsen. Es fing immer auf die gleiche Tour an. „Hey. Ich mag deine Texte. Sie sind so echt.“ Oder „Interessantes Profil.“ Typischer Neon-esker Bums-Mail-Einstieg. Meist lästerte man noch über die anderen Hobby-Schreiber ab und erzählte von seinen Lieblingsbands. Oder von Träumen und Lebensplänen.

Dann erfolgte der Cut. Gnadenlos, hart, thematisch in der Regel völlig unpassend. „Willst du ein Bild von meinem Schwanz sehen?“ Das war das erste, was die Typen mich fragten. Ob ich ein BILD ihres Schwanzes sehen wollte. Nicht, ob ich ihren SCHWANZ sehen wollte. Oder ob ich Lust auf Ficken hätte. Neon-Jungs sind oft schüchtern und lieben daher Umwege. Die Verabredungen zum Bumsen wurden später ausgehandelt.

Weil ich gern Post bekomme, ließ ich mir alles schicken, was man mir anbot und legte mir so meine kleine Neon-Schwanz-Galerie an, die ich gern betrachtete, wenn ich traurig war. Eines Tages bat mich einer der Typen um ein Foto meiner Muschi, das sei ja nur gerecht. Zuerst war ich pikiert, dann siegte mein Experimentierdrang. Die ersten Aufnahmen waren zaghaft bis schlecht. Aber Jungs können sich ja auf alles einen hobeln. Dann wurde ich mutiger, und als ich mir das erste Mobiltelefon mit selbstauslösender Kamera zulegte, war es um mich geschehen. Ich verbrachte ganze Nächte damit, mein schmolllippiges Loch in Szene zu setzen und wurde immer besser, kreativer, professioneller. Es war eine schöne Zeit.

Doch genug über die Modelanfänge meiner Vagina. Reden wir über euch, Mädchen. Damit auch ihr in Zukunft mit bravourösen Intim-Aufnahmen glänzen könnt, habe ich euch einige Tipps für euch zusammengestellt. Befolgt sie, und schon bald werdet ihr euch vor Fanpost kaum noch retten können. Übrigens: Ein iPhone eignet sich nur bedingt für Aufnahmen dieser Art. Denn für absolute Perfektion benötigen wir eine Kamera mit Selbstauslöser. Oder aber eine entsprechende App.

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Foto: www.bastian-hessler.de

Die Basics oder: Eine ungepflegte Vagina mit Wildwuchs will kein Schwein sehen.

Ein Bad oder eine heiße Dusche ist die ideale Vorbereitung aufs Genital-Shooting. Macht die Haut prall und rosig. Am besten jetzt rasieren, so gründlich wie möglich. Durch die Zoomfunktion werden selbst klitzekleine vergessene Haarbüschel oder einzelne Rebellen-Haare auf den Schenkeln oder zwischen den Arschbacken sichtbar. Seid außerdem vorsichtig, blutende Rasierschnitte empfinden die wenigsten als erotisch. Stümperhaft wirken auch Slip- oder Strumpfhosen-Abdrücke auf der Haut. Ihr wisst schon, diese unschönen Falten, die sich nach einem langen Tag geradezu einbrennen und eine Ewigkeit brauchen, um sich wieder zu entknittern. Auch hier empfehle ich vor dem Shoot ein heißes Bad.

Bonus-Tipp I: Wenn ihr trotz Menstruation nicht aufs Shooting verzichten wollt, solltet ihr auf herumhängende Tampon-Bändchen achten. Absoluter Ästhetik- und Geilheitskiller. Entweder steckt ihr die Reißleine rein oder ihr benutzt Soft-Tampons ohne Band. Ganz ohne würde ich nicht empfehlen. Echt nicht.

Bonus-Tipp II geht an alle, die gerade den Kopf schütteln und sich denken „Mimi ey, den Scheiß hättest du dir sparen können, weiß ich doch alles.“ In diesem Fall freue ich mich natürlich für euch. Dennoch rate ich von Selbstüberschätzung ab und empfehle stattdessen ein Übermaß an Sorgfalt. Denn ja, auch in der Arschritze haben Mädchen Haare.

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Foto: www.bastian-hessler.de

Rote Lippen soll man lecken oder es sich wenigstens vorstellen.

Kein Model wird ungeschminkt vor eine Kamera gezerrt. Mit unserer Vagina halten wir es ähnlich, es ist doch ihr großer Tag! Also gibt’s Concealer auf den Rasurbrand, fixiert wird mit Babypuder. Wenn ihr sehr mädchenhafte Mädchen seid, dürft ihr eurer hübschen Dose einen Hauch Rouge gönnen. Pink passt immer. Connaisseure gehen noch einen Schritt weiter und verpassen Muschi einen glossigen Schmollmund. Oder rote, orangene oder corallene Knutschlippen. Nicht zu matt bitte, lieber glänzend, das gibt einen gesünderen Look. Ein fresher Eyecatcher für alle, die keine Angst vor nuttigen Styles haben.

Hilfe, meine Vagina ist nicht gut gebaut und unfotogen wie Sau!

Setzt euch nicht zu sehr unter Druck, ihr Mädchen. Die kleinen festen Liebesgrotten, die ihr in den Pornos eurer Freunde seht, sind in vielen Fällen chirurgisch optimiert. Die normale Frau dagegen kämpft häufig mit zu langen inneren Schamlippen, die keck wie eine kleine Zunge aus der Vagina hervorlugen. Finde ich ja hinreißend. Wenn euch das nicht gefällt, könnt ihr versuchen, eure Schamlappen für kurze Zeit in die Muschi zu stopfen. Hält nicht lange, aber einen Versuch ist es wert. Oder ihr verdeckt sie, indem ihr euch lasziv einen Finger reinsteckt. Oder zwei, je nachdem, wie viel pinkes Material kaschiert werden muss.

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Foto: www.bastian-hessler.de

Von hinten sieht die Welt saftiger aus – die Perspektive.

Niemals von unten fotografieren. So sieht eure Pussy zwar riesig und schön fleischig-saftig aus, dafür wirken eure Brüste wie schlaffe Euter und euer Kinn verdreifacht sich aus dieser Perspektive auf mysteriöse Weise. Lieber die Kamera in der richtigen Höhe positionieren, sich dann ein wenig davor herumräkeln und dann klick-klick-klick. Mein Favorit ist allerdings die a-tergo-Perspektive. Kniet euch aufs Bett oder den Boden, drückt den Rücken durch und streckt den Arsch raus. Mjam mjam, lecker Speckmuschi. Aus dieser Sicht wirkt selbst das labberigste Genital wie eine pralle Pflaume, die dringend vernascht werden sollte. Zu explizit für euren Geschmack? Stellt euch nicht an, ihr wollt eurem Onanierfreund doch etwas bieten, oder? Euer Gesicht, euren Intellekt und euer hübsches Figürchen könnt ihr in euren Mode- und Lifestyle-Blogs präsentieren. In der Vaginalfotografie haben diese Dinge nichts zu suchen.

„Das Tor zur Hölle“ oder: Es lebe der Freestyle!

Wenn ihr euch sicher genug fühlt und euch die ersten Fotos gefallen haben, ist es an der Zeit, kreativ zu werden. Ihr könnt eure Muschi mit lustigen Sprüchen („Tor zur Hölle“), provokanten Aufforderungen („REIN DA!“) oder vielsagenden Symbolen bemalen (mit <3en oder Kreuzen zum Beispiel, oh, und denkt dran, Rauten sind die neuen Dreiecke!).

Ein angenehmer Nebeneffekt der ganzen Intim-Fotografiererei ist übrigens, dass das Posieren geil macht. Mich jedenfalls. Und das wiederum macht gesund und glücklich. Hurra! Ich könnte euch jetzt noch erzählen, was sich mit Miniatur-Figuren aus der Spielzeugabteilung von Galeria Kaufhof so alles anstellen lässt, aber darauf kommt ihr schon noch selbst.

Wichtig ist nur: Seid verspielt, habt Spaß. Selbst, wenn eure Vagina den ein oder anderen Schönheitsfehler hat oder kacke drauf ist, weil ausgerechnet heute Hair-Crime angesagt ist – mit einem Fotoshoot werdet ihr ihr eine große Freude machen. Warum? Weil alle Mädchen gern fotografiert werden.

Nachtrag: An alle Jungen und Männer, die sich nun – in Anlehnung an die Einleitung zu diesem kleinen Guide – befleißigt fühlen, wahllos irgendwelchen Mädchen Bilder ihrer Gurken zu schicken und im Gegenzug um Muschifotos zu betteln – spart es euch. Wenn SIE euch nicht darum gebeten hat, macht ihr euch nur lächerlich und zum Affen. Und: Es kann ungemütlich werden. Zu Recht. Eine fremde Dame um einen Genital-Bildertausch anzuflehen, ist der Gipfel der Anstand- und Respektlosigkeit. Anders sieht es aus, wenn man sich bereits kennt und mag und neugierig ist. Aber das wird SIE euch wissen lassen. Alles andere ist sexuelle Belästigung. Just sayin‘.

10 Comments

  1. js

    13. September 2016 at 21:29

    ihr seit super
    aber mancmal sind doch so Fotos erregend oder nicht?

  2. Kevin Pliester

    21. August 2015 at 20:27

    Top Beitrag – wie immer :) UND nein, ich möchte jetzt keine Schwanzfotos schicken, oder Ähnliches. Ich meine es ernst!

  3. Kampf der Plastikmöse

    24. April 2015 at 10:18

    Zuerst habe ich diesen Artikel mit viel Vorfreude gelesen. Doch dann hat er mich immer trauriger gemacht. Keine Haare, Falten, lange Schamlippen? Was soll das? Ich soll mich so in Szene setzen, wie es die Pornoindustrie mir eintrichtert? Nur so kann ich geile Muschibilder machen, wenn sie so aussehen, wie alle anderen?

    Nein. Da mache ich nicht mit. Ich finde es weitaus reizvoller, Muschis in ihrer absoluten Vielfältigkeit darzustellen. Dazu gehören alle möglichen Frisuren (gerne auch gefärbt), Muttermale, heraustropfende Mens, fleischige Lippen. Das ästhetisch in Szene zu setzen ist hohe Kunst. Eine langweilige Plastikmöse will keine(r) sehen!

    • Mimi

      Mimi

      24. April 2015 at 21:41

      heraustropfende mens? oh bitte. ich mache ja auch keine selfies von mir beim kotzen oder wenn mir die rotze aus der nase läuft. aber gut, du so, ich so :)
      so, wie ich mich im echten leben schminke, mir sämtliche körperhaare waxe und rasiere und mir fake lashes aufklebe, mag ich auch meine mieze: schick, elegant und gut in form. wenn das für dich eine „plastikmöse“ ist.. ok, so be it.
      und wo wir gerade dabei sind: viel liebe an alle „plastemösen“ aka vaginas, die wert auf ein gepflegtes äußeres legen, ICH will die nämlich durchaus sehen:)

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  8. Resat Serhmuz

    2. November 2013 at 23:00

    die meisten weiber ham komplexe und wolln nicht fotographiert werden. sogar die gut aussehenden..

  9. schnute

    2. November 2013 at 19:17

    „wir möchten den eventuell eifersüchtigen Onanier-Buddy ja zum Abspritzen und nicht zum Weinen bringen.“ HAHA zu goldig…

    unabhängig davon dass ich… nein doch, ich bin tatsächlich zu bedeckt für sowas, aber sollte ich jemals doch die kamera zücken, werde ich sicher auf ein paar interessante tipps zurückgreifen ;)

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