Muschi, Mumu, Vagina – nennt die Pussy beim Namen, Welt.de!

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Eigentlich wollte ich euch heute eine kleine Meldung um die Ohren hauen, liebevoll und sanft. Doch dann stieß ich auf einen Artikel auf Welt.de, der mich aufhorchen ließ, mich bewegte, mich staunen machte – staunend darüber, wie man sich mit Belanglosigkeiten zum Thema Sex um Kopf und Kragen schreiben kann. Staunend darüber, wie negativ Frauen ihre eigene Sexualität noch immer wahrnehmen und diese, in blumig-freche Worte verpackte Negativität als eine Art verträumten Muddi-Feminismus verkaufen möchten.

In diesem Artikel beschwert sich eine Dame darüber, dass das weibliche Geschlechtsorgan in unserer Gesellschaft keinen Namen habe, dass es an alltagstauglichen Begriffen für die Genitalien der Frau fehle.

„Das weibliche Geschlechtsorgan ist ein wenig so wie das Plastikding, das auf dem Warenband an der Kasse dafür sorgt, dass die Einkäufe nicht verwechselt werden: Es hat schlicht keinen richtigen Namen. Oder keinen, auf den sich die Menschen einigen können und wollen. Scheide, Vagina, Muschi, Pussy, Lustgrotte, Lulu. Jeder hat die Wahl. Doch keines dieser Wörter sitzt so fest im Sattel seiner Bedeutung wie der Schwanz, der Pimmel oder, wenn der Gesprächspartner unter sechs Jahren alt ist, Pipimann oder Puller.“

Na aber, dann hat das weibliche Genital doch einen Namen. Mehrere sogar. Was denn nun?

Seltsam. Ich habe, seitdem ich in zarten Kindertagen bemerkte, „da unten“ anders auszusehen als mein kleiner Bruder, nie Probleme gehabt, mein Geschlechtsteil beim Namen zu nennen. Dass sich dieser Name im Laufe der Jahre verändert hat, hat mich dabei nie gestört, ich hieß ja auch nicht immer Mimi. Zu Beginn nannte ich mein Da-unten-Ding Scheide, so, wie mir von Mama vorgemacht. „Jungs haben einen Penis, Mädchen eine Scheide.“ Klare Sache, check. Die „Scheide“ wurde eines Tages ersetzt durch „Muschi“, manchmal hieß sie „Mumu“, heute nenne ich sie gerne Vagina oder – wenn ich einen koketten Tag habe – Pussy. Und ja, ich stehe auch auf das Wort „Fotze“, weil ich den aggressiven Klang in manchen Momenten mag.

Alles Begrifflichkeiten, die, wie ich finde, gesellschaftlich völlig angenommen und gängig sind. Für jeden ist außerdem etwas dabei, von seriös (Vagina), über verspielt (Mumu) bis sexuell offensiv (Fotze). Dass wir uns nicht auf einen einzigen, allgemeingültigen Namen für unsere Dosen einigen können, empfinde ich – als ein Freiheit in allen Belangen liebender Mensch – als Geschenk, während die Autorin eine klar normierte Sprache vorzuziehen scheint. Nun, jedem Tierchen sein Plaisierchen, aber ich möchte mir dann doch selbst aussuchen dürfen, wie ich mein Genital nenne.

Dennoch frage ich mich: Was ist denn nun eigentlich das Problem der Autorin?

Die Antwort: Es gibt so einige Probleme, mit denen Laura Ewert, so der Name der Verfasserin, zu kämpfen hat. So mokiert sie sich unter anderem darüber, dass es für das männliche Genital ja viel mehr Namen gäbe als für das Geschlechtsorgan der Frau. Mag sein. Aber wer benutzt diese Namen schon? Oder nennt ihr eure Schwänze tatsächlich „Fleischpeitsche“, „Fickrohr“ „Lustschwert“ oder „Zentralorgan“, Männer? Ich meine, verwendet ihr diese Begriffe im täglichen Umgang und sagt Dinge wie „Blas mir mal wieder das Zentralorgan, Frau!“ oder „Meine Fleischpeitsche war so hart, ich hätte damit Häuser einreißen können!“? Es gibt durchaus die ein oder anderen „lustigen“ Zweitnamen für den Penis, so wie es sie auch für die Vagina gibt (Dose, Liebesgrotte, Pfläumchen, Vajayjay), eingebürgert haben sich überregional aber nur einige wenige – Schwanz, Penis, Pimmel.

Das eigentliche Problem der Autorin liegt an ganz anderen Stellen begraben. An der Stelle nämlich, an der bei mir eine große Kiste sexuelles Selbstbewusstsein verbuddelt ist. Und an der Stelle, an der ich meinen Humor und meine Selbstironie aufbewahre.

„(..) im Gegensatz zu Scheide oder Schwanz wird Muschi als Schimpfwort benutzt. Es steht auf einer Liste im Internet mit über elftausend Schimpfwörtern. Scheidet also aus.“ schreibt Frau Ewert weiter.

Tja. Da haben wir den Salat. Weil irgendein namenloser Bumskopf vor siebeneinhalb Jahren auf seiner eigens geklöppelten Homepage (weiße Comic-Sans-Schrift auf schwarzem Nachthimmel) eine Liste mit den schlimmsten Schimpfwörtern der Welt veröffentlicht hat, kann die Autorin das Wort „Muschi“ nicht mehr in den Mund nehmen. Denn es ist ja nun erwiesenermaßen als Schimpfwort gebrandmarkt, ihr wisst schon – was im Internet steht, stimmt. Alles und immer. Schade.

Na gut, was hätten wir noch im Angebot? Mumu, maybe? Nein, sagt die Autorin, denn dieser Begriff klänge so, „als habe man ein Kälbchen zwischen den Beinen, das kläglich weint.“

Ich weine auch gleich.

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Foto: Sarah Bleszynski

Und Vagina? Theoretisch eine Möglichkeit, findet die Autorin, merkt dann jedoch an:

„Aber sagt man Vagina, denkt man immer auch an Pilz, an Apotheken, an die Beschreibungen von in Joghurt getränkten Tampons. Sagt man dagegen Schwanz, denkt man an eine hübsch glänzenden Pferdeschweif, der beherzt die dicken Fliegen auf der Kruppe vertreibt. Man denkt an den Löwenschwanz, der über den Boden zuckt, vielleicht auch manchmal an den Rattenschwanz.“

Bei so viel phantasievoller Deutungsgabe kann ich fast nicht anders, als mich geschlagen zu geben. Fast. Ich würde Frau Ewert gern dies sagen:

„Man kann sich auch anstellen, gute Frau. Nun ziehen Sie doch mal die Tamponade im Molkerei-Erzeugnis-Mantel aus dem namenlosen Organ, wahlweise den Stock aus dem Derrière und widmen sich wichtigeren Dingen als der Auflistung persönlicher Befindlichkeiten, die Sie mir hier als verzuckerten, semi-feministischen #Aufschrei verkaufen wollen. Kümmern Sie sich um Dinge, von denen Sie etwas verstehen. Schreiben Sie eine vierzeilige Review über das neue Madonna-Album, geben Sie sweete Deko-Tipps für die Vorweihnachtszeit oder schreiben Sie was über Gefühle oder Bondage mit Krawatten, aber hören Sie doch bitte auf, so zu tun, als ob.

Zunächst behaupten Sie mit inbrünstiger Vehemenz, es gäbe kein Wort für Ihre und meine Pussy. Dann rennen Sie Ihre eigene Anklage kurzerhand über den Haufen und nennen sämtliche Begrifflichkeiten, die wenigstens ich seit Jahrzehnten benutze, um meiner Vagina einen Namen zu geben, sagen aber, eben diese Namen seien allesamt Kacke. Muhende Kälbchen, traurige Kätzchen, Vaginalpilzinfektionen – das kommt Ihnen also in den Sinn, wenn wir über unsere Muschis reden? Oh verdammt, Laura Ewert, wer hat Ihnen denn den Humor zu Klump geschlagen? Traurig ist das. Traurig ist für mich als Frau, die sowohl zu ihrem Körper als auch ihrer Sexualität ein Bombenverhältnis hat, wie wenig Sie sich bislang mit ihrer Vulva auseinander gesetzt zu haben scheinen.

Wie viele negative Vergleiche Ihnen auf der Stelle einfallen, wenn ich mein Geschlechtsteil bei einem seiner vielen Namen nenne. Pilzinfektionen, sich grämendes Nutz- und Hausgetier – Sie sind mir ja eine, Sie kleine Regenwolke. Wenn ich an meine Muschi und ihre zahlreichen Vornamen denke, denke ich an Sex. Daran, wie hübsch ich meine körpereigene Schatztruhe finde. Ich denke daran, dass sie mal wieder einen Haarschnitt vertragen könnte, aber sich auch mit Afro 1A anfühlt. Ich mag meine Vagina, und ich habe kein Problem damit, sie persönlich anzusprechen. Schade, dass Sie das nicht einmal mit Ihrer eigenen zu können scheinen.

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Auf Welt.de kam mein Kommentar nicht gut an und wurde darum umgehend entfernt.

Ich möchte nicht an Ihrer persönlichen Meinung rütteln, Frau Ewert. Wenn Sie all diese Namen für sich ausschließen, dann bitte. Nennen Sie Ihr namenloses Organ Muschel, Venus, Perle, von mir aus auch Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt, aber unterlassen Sie doch weitere unausgegorene, unreflektierte Versuche, Ihre persönlichen Abneigungen in einen größeren, einen feministischen Kontext zu stellen. Das klappt vor allem dann schlecht, wenn man sich bereits im ersten Absatz selbst widerspricht. Just sayin‘.

Fordern Sie mehr Kreativität, mehr Beschäftigung mit dem pinken Sujet, und ich bin völlig bei Ihnen, aber ersparen Sie uns doch bitte Ihr haltloses Gezeter, nur weil Ihnen Worte wie Muschi und Fotze nicht über die geglossten Lippen gehen. Aus Scham, aus Angst vor einer vermeintlich unangebrachten Sprache, aus Furcht vor den traurigen Schreien der Kälber zwischen Ihren und meinen Beinen, was weiß denn ich.

Möchten Sie wissen, Frau Ewert, warum Männer so viel mehr Bezeichnungen für ihr Geschlecht haben? Weil sie nicht jeden Furz auf die Goldwaage legen. Und schon mal gar nicht ihren Pimmel.“

Nachtrag: Ich hätte den Beitrag von Frau Ewers auf Welt.de gerne kommentiert, doch wurden meine Kommentare gar nicht erst zugelassen. Warum? Ich kann es euch nicht sagen. Ein ziemliches Armutszeugnis, Welt.de. Wie sollen wir denn Frau Ewert bei der Namensfindung für ihr Geschlechtsteil helfen, wenn wir das Kind nicht beim Namen nennen dürfen? Es grüßen trotz Zensur recht herzlich: Mimi Erhardt samt Vagina

Foto: Sarah Bleszynski (Sarah bei Facebook und Tumblr)

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Nicht mal auf meine Nachfrage reagierte man. Damn it, Welt.de. Dann ist Zensur immer noch ein Thema, ja? Das ist fast noch trauriger als Frau Ewerts Wortfindungsschwierigkeiten.

16 Comments

  1. Angelique

    22. März 2016 at 17:35

    Dann bringe ich nochmal ne ganz andere Variante ins Spiel, nachdem hier nur von der Vagina gesprochen wird. Wie sollen wir denn die künstliche Vagina nennen, mit dem einige Herren ja so gerne spielen. Oder darf hier jeder wie er will und mag?
    Aber wenn ich ehrlich bin, verstehe ich die ganze Diskussion eh nicht, finde den Bericht aber Weltklasse. Danke

    • Mimi

      Mimi

      22. März 2016 at 17:57

      Naja, Fleshlight, Truckermuschi, Dosenmöse :D Keine Ahnung, jeder, wie der mag :) Und danke für das Kompliment :)

  2. JudgeDark

    5. November 2015 at 18:16

    Ich muss sagen, ich bin etwas sprachlos, über was für Themen manche Leute Texte verfassen. Nachdem ich hier gelesen und mich köstlich über Mimis Worte amüsiert habe, fehlt mir jeglicher Antrieb den geistigen Dünnpfiff auf welt.de zu lesen, der Grund für diesen Beitrag ist.
    Mir fällt auch nichts geistreiches ein, um zu beschreiben, wie selten albern ich es finde, sowas zu verfassen … alleine bei Vagina auf Pilz zu kommen zeigt doch eine so überaus negative Einstellung. Als Kerl komme ich beim Begriff Lümmel ja auch nicht auf die Idee, dass ich nen frechen Jungen zwischen den Beinen baumeln habe … man, mir fällt nicht mal ein ähnlich bescheuertes Beispiel ein, wenn ich vom Penis reden möchte, ist das krank. Ansonsten kann ich nur Gummi beipflichten, der hat es raus!

    Danke jedenfalls dafür, dass Du uns an dem Quatsch teilhaben lässt … !

    • Mimi

      Mimi

      5. November 2015 at 19:04

      Aaaach Herr Richter, ich mag dich so :) Ich möchte ja auch nicht die Dame an sich angreifen, aber wie du schon sagst – diese negative Einstellung hat mich echt nachdenklich gemacht. Traurig finde ich das. Zum Glück bin ich nicht nur Sex-, sondern auch Muschi-positiv :)

      • JudgeDark

        6. November 2015 at 17:16

        Freut mich, beruht auf Gegenseitigkeit! :)

        Ich bin ja beizeiten auch ein Schwarzmaler, was mein Job mit sich bringt … aber so negativ an solche Sachen ran zu gehen würde mir nie einfallen. Gut, es soll Menschen geben, die mit ihrem Geschlechtsteil nichts anfangen können, aber ich glaube selbst die sprechen von Muschi, Mumu, Piephahn oder was auch immer, ohne gleich an Brechreiz zu denken. Es wäre schön, wenn man die Einstellung/Meinung von Frau E. verstehen könnte, aber mir fehlt da jeglicher Zugang. Und ja, auch mich macht das irgendwie traurig; man möchte Frau E. bei der Hand nehmen, mit ihr in den Wald gehen und laut Geschlechtsbezeichnungen brüllen, nachdem man sie eine Stunde gedrückt hat.

        • Mimi

          Mimi

          7. November 2015 at 11:54

          Das hast du sooo schön gesagt:)

  3. Gummi

    5. November 2015 at 15:40

    Ich musste herzlich lachen…Sowohl bei dem extrem-schlechten Originalbeitrag,als auch bei der „Auswertung“.Dass die“Welt“ dann noch zensiert und sich dann auch noch „Fiministinen“(klang irgendwie nach „Mimimimi“) echauviert haben…herrrrrrlich.
    …und es ist wirklich so.Wir rüpelhaften Jungs spielen gern beiläufig mit Kosenamen für unsere purpur-behelmten Liebeskrieger…und freuen uns auch manchmal über niedliche Bezeichnungen eurer „Schmuckkästchen“…aber wenn das zu einem feministischen Streitthema erhoben wird,was wirklich eher belanglos ist,dann bestätigt es das vorherrschende Niveau der pseudo-feministischen Bewegung. Aber jeder,der „Fifty Shades…“ eher langweilig und lächerlich fand(in meinem Umfeld bisher jede/jeder),kann über solche geistigen Flatulenzen, wie von Fr.Ewert oder der Mimimiministen nur müde schmunzeln.

    Sehr feine Rezension,Madame.Danke dafür.

    • Mimi

      Mimi

      5. November 2015 at 16:16

      Haha, ich danke dir :) Und ja, wie sehr wünschte ich mir, dass auch die Frauenwelt sich endlich einmal locker machen und sich um Wichtigeres kümmern würde, als um Bezeichnungen für die Musch, die auch in Mütter-Foren ohne Murren durchgehen. Auf die Penisse und Punanis dieser Welt :) <3

  4. Lena"Döschen"

    5. November 2015 at 13:13

    habe mir eben den artikel durchgelesen und wow, er ist gut, trotz dessen dass der kern nicht schreiend hervorsticht, und was für ein schlussatz!:
    „“Muschel“ sagt der Sohn einer Bekannten, weil er „Muschi“ falsch verstanden hat(…) Die Muschel winkt zwar nicht fröhlich mit den Armen, aber sie weiß sich zu öffnen und zu schließen.“

    die reputation anderer angreifen, wird aus uns niemals einen besseren menschen machen

    • Mimi

      Mimi

      5. November 2015 at 14:18

      Dass du den Artikel gut findest, freut mich :) Ich finde ihn grottenschlecht. Ich habe auch nicht die Reputation der Dame angegriffen, die kenne ich nicht mal, dafür habe ich aufgezeigt, dass ihre Argumentation haltlos ist. Ich kann niemanden ernst nehmen, der sich bereits im zweiten Satz selbst widerspricht und seine weitere, nach Allgemeingültigkeit strebende Kritik allein auf völlig subjektiven Statements aufbaut. Mir tut es leid, wenn Frauen beim Begriff „Vagina“ an Pizinfektionen denken. Ist doch schrecklich. Einen mit beiden Armen fröhlich winkenden Gruß ans Döschen :D

  5. Lena"Döschen"

    5. November 2015 at 13:02

    hallo liebe mimi, ich verstehe deinen frust, frage mich aber ob es die richtige art ist, eine andere fiministin so zu kritisieren. vllt sollte man dir etwas mehr stock in deinen „Derrière“ schieben, so dass du lernst auch respektvoll mit anderen frauen, die es bevorzugen mit anderen(als den deinen) mitteln gegen die diskriminierung vorzugehen, umzugehen. wir habens verstanden, du bist hart und gehst hart vor, aber nicht alle frauen müssen/wollen hart werden um ihr recht auf emanzipation einzufordern. schon allein der versuch, etwas in bewegung zu setzen, sollte geschätzt werden. wenn du dies nicht sehen kannst, oder gar nicht wertschätzen kannst, dann solltest du wenigstens erkennen, dass du mit deiner kritik im grunde selbst eine frau diskriminierst…

    • Mimi

      Mimi

      5. November 2015 at 14:12

      Es heißt „Feministin“, aber danke für deine Meinung. :)

    • Mieze

      8. November 2015 at 18:53

      Es geht doch eher um die subjektive Art, die Frau E. hier nutzt. Sie setzt mich, die Leserin auf eine Stufe mit sich selbst.
      Ich habe , im Gegensatz zu ihr, kein Problem damit, meine Muschi Vagina zu nennen, ohne dass ich an gängige Scheidenpilzcremes denke.
      Ich kann durchaus verstehen, dass sie vielleicht in dem Alter ist, wo frau noch sich selbst sucht und ihr ist zu wünschen, dass Frau E. ihre Sexualität ausleben und erweitern kann.

      Ich möchte nicht, dass Frau E. so für mich spricht. Da ist mir Mimis Art doch viel lieber. Und mal ehrlich: Findest Du Mimis Art über die weibliche Sexualität zu schreiben, hart? Mimi ist emanzipiert, ohne hart zu sein. Wenn ich je eine Frau kannte, die gleichzeitig feministisch und feminin ist, dann ist das Mimi.

      Und dann frage ich mich: Was will denn Frau E. in Bewegung setzen? Ihren trägen Geist? Auf dass er ihr Geschlechtsteil endlich Vagina, Muschi, Punze oder Fotze nennt? Ohne dass Frau E. sich schamesrot abwendet?
      Tut mir leid, aber ich bin dann doch schon älter als dass ich mich mit den Gedanken einer pubertierenden Welt-Praktikantin abgeben möchte. Wenn es wenigstens der Jugendteil der welt.de gewesen wäre, okay, aber so?

      Und ganz ehrlich: MAN DARF ALS FRAU eine ander FRAU kritisieren. Und zwar konstruktiv. Genau das, was Mimi macht.

      Und: Welt.de hat auch meine BEiträge nicht öffentlich gemacht. Was eine Farce.

  6. Kaethe

    5. November 2015 at 3:03

    „Das weibliche Geschlechtsorgan ist ein wenig so wie das Plastikding, das auf dem Warenband an der Kasse dafür sorgt, dass die Einkäufe nicht verwechselt werden: Es hat schlicht keinen richtigen Namen.“

    Das Plastikding heisst „Warentrenner“.

    Ich denke, „Dingsda“ wäre der bessere Arbeitsplatz für dich, liebe Laura…

  7. Ralf

    4. November 2015 at 22:55

    Wenn’s dann nach dieser Liste mit Schimpfworten geht (http://www.hyperhero.com/de/insults.htm) dann stehen da leider auch Pimmel, Puller und Schwanz. Dumm gelaufen. Für uns alle. Arme Welt. Arme Laura.

  8. 's Frollein

    4. November 2015 at 22:49

    Hach, es ist einfach mal wieder zum Heulen schön. Selbst ich, die ich mich wiederholt scherzhalber als prüde bezeichne, denke bei „Vagina“ weder an Pilze, noch an Joghurttampons. Die Frage ist also – was ist kaputt bei der Autorin? Nun, ich ziehe die royal-straight-flush-freudsche-Totschlagkarte „PENISNEID“! Madamme hätte bestimmt lieber eine Fleischpeitsche bekommen als eine traurig muhende Kuh. Zudem bin ich mir aus irgendeinem Grund sicher, dass sie jedes mal, wenn sie „Pimmel“ getippt hat, ein bisschen gekichert hat. Und rot geworden ist.

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