Look at me, how I do: Mach‘s dir vor deinem Partner

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Ein Text von Nova Niedermeyer.

Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss, und er ging, ohne mich ordentlich durchzuvögeln. Ist okay, wir hatten keine Zeit, und er wäre ja sowieso bald wieder da, sagte er. „Bald“ war mir in diesem Moment allerdings nicht bald genug. „Ich habe aber jetzt Lust“, dachte ich und daran, mich schon mal mit Mister Vibrator zu vergnügen.

„Selbstbefriedigung ist Sex mit dem Menschen, den man am meisten liebt“, sagt Regisseur Woody Allen. Und er hat Recht. Selbstliebe in ihrer körperlichsten Form. Dass Selbstbefriedigung etwas ist, das wir ohne Schamgefühl in vollen Zügen genießen sollten, etwas, das uns ganz allein gehört, hat Mimi&Käthe Autorin Artie Shaww bereits klargemacht.

Es gibt es aber auch die Variante, Miss oder Mister Right dabei zusehen zu lassen: „Look at me, Loverboy, how I do …“

Selbstbefriedigung ist glücklicherweise für viele Menschen etwas Selbstverständliches. Seine Lust zu befriedigen, ist wichtig, und kann ein schönes Erlebnis sein. Es sich von seinem Partner machen zu lassen, ist ebenso schön. Und hat man Lust auf ein bisschen Abenteuer, verknüpft man es: Eigenliebe vor den Augen des Partners.

Wie bitte? Sich selbst „lieben“ und während ein anderer zusieht?

Daran dachte ich an jenem Sonntagnachmittag und hörte auch dann nicht auf, mich zu berühren, als ich die Haustür sich öffnen hörte, seine Schritte die Treppe hinauf bemerkte. Er öffnete die Schlafzimmertür und lächelte, als er mich sah. Dann legte er sich dazu und sah mich an.

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Es sich vor dem Partner selbst zu machen, kostet viele Menschen große Überwindung. Das ist verständlich, und natürlich ist es auch vollkommen in Ordnung, es nicht zu tun. Erinnere dich daran, dass du es für dich machst und nicht für den Partner. Lass dich nicht unter Druck setzen. Das ist keine Muss-Herausforderung, sondern eine freiwillige Sache, die deiner und eurer Lust dient. Sei selbstsicher, und fühl dich gut. Dann bist du sexy, und das sieht auch dein Partner. Es ist deine Entscheidung, deine Sexualität.

Hast du dich dafür entschieden, deinem Partner eine Show zu bieten, ihn oder sie an deinem prickelnden Abenteuer, das du sonst nur allein genießt, teilhaben zu lassen, lies weiter.

„Zeig mal …“
Der Satz „Zeig mir mal, wie du es selber machst“, kann verlegen machen, sogar Angst auslösen. Muss er aber nicht. Dein Partner ist nur neugierig, und wer weiß, wie viel Mut es ihn gekostet hat, diesen Wunsch auszusprechen. Denk drüber nach, und wenn du Lust hast, ihn oder sie zusehen zu lassen, wirf alle Ängste über Bord, denn diese nehmen euch den Spaß und hemmen.

Bist du dir sicher?
Etwas, das ebenso wichtig ist, wenn du ihm deine Solosex-Show präsentierst: Vertrauen! Du solltest ihm und vor allem dir bei der Sache voll und ganz vertrauen. Sex miteinander zu haben ist intim. Doch „es“ voreinander zu tun, ist eines der intimsten Erlebnisse, die man miteinander teilen kann. Sei dir deshalb sicher, dass dein Partner der richtige für eine so intime Erfahrung ist und dass du ihm dieses Vertrauen schenken möchtest.

Dein Spiel, deine Regeln
Du bist soweit? Entspann dich, und mach das, was dir gefällt. Dein Lieblingsmensch ist nur Zuschauer. Deine Aufgabe ist es nicht, vor ihm besonders gut auszusehen. Das geschieht schon von allein, vertrau dir da. Deine Aufgabe ist es, alles zu tun, was DIR gefällt. Hast du Lust, das Sexspielzeug hervor zu holen, weil du das allein auch gern tust? Nur zu, hol dein Lieblingstoy heraus.

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Dein Solosex ist kein Porno
Geh nur soweit, wie es dir entspricht. Du musst aus deiner Selbstbefriedigung keine Show machen, wie du es bei den Girls in den Pornos gesehen hast, musst nicht schreien wie am Spieß, dich nicht durchs Bett wälzen. Sei still, sei laut, streichle dich zwischen den Beinen, massier deine Brüste, lutsch am Daumen. Vergiss alles um dich herum. Du bist der einzige Maßstab, der zählt.

Win-win Situation
Es sich vor dem Partner zu machen – davon können vor allem Paare profitieren, die beim Sex nicht auf einen Nenner kommen. Sprich: Dein Partner schafft es einfach nicht, dich zu befriedigen. Weil er unsicher ist vielleicht. Weil er nicht weiß, wie du berührt werden möchtest. Wenn du es dir vor ihm machst, kann er hinsehen – und lernt im besten Fall, was dir Lust macht. Dass du deine Klit lieber sanft reibst, anstatt mit ausgestrecktem Finger daran herum zu rubbeln. Dass du es genießt, wenn dir jemand sanft in die Brustwarzen kneift, während du es dir machst. Oder, oder, oder.

Shall we play a game?
Du könntest natürlich auch ein Spiel daraus machen: Du machst es vor deinem Partner, er oder sie sieht dir zu. Und ihr stellt eine Regel auf: „Du berührst mich nicht, bis …“ Berührungsverbot, ein kleines Spiel. Du wirst sehen, es hinauszuzögern wird die Spannung ins Unermessliche treiben.

Alles kann, nichts muss – niemals!
Bei allem ist wichtig, dass du dich wohl fühlst. Vielleicht sprichst du mit deinem Partner vorher darüber, vielleicht überraschst du ihn/sie einfach, wenn du dich sicher genug fühlst. Denke daran, dass alles erlaubt ist, aber nichts geschehen muss. Selbstbefriedigung vor dem Partner ist ein Geschenk, keine Pflichtveranstaltung.

Don’t Forget: Hab Spaß. Ob Solosex dein eignes Ding bleibt oder ob du Lust hast, eine heiße Show daraus für dich und deinen Partner zu machen, ist allein deine Entscheidung.

Fotos: Sarahlikesprettygirls // Sarahlikesprettygirls auf Instagram

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