Interracial Porn: Weiße Crisp trifft Schwarze Herrenschokolade

By  |  2 Comments

„Mimi! Hey! Hey, Mimi!“ Verschlafen öffnete ich die Augen. Hatte da jemand gerade meinen Namen gerufen? „Mimi, jetzt werd‘ doch endlich wach, verdammte Axt!“ Ich schreckte hoch und setzte mich auf – entweder hatte mein Kater Manfred heimlich das Sprechen gelernt oder ein Fremder hatte sich Zutritt zu meiner Wohnung verschafft. Da sah ich ein weißes Kaninchen auf meinem Nachttisch sitzen, seine Hinterläufe baumelten lässig hinab.

„Mimi, ey, ich dachte, das wird nie was!“ „Wie bitte?“, fragte ich und rieb mir das Gesicht. „Wir müssen jetzt auch los, ich hab keine Zeit!“ Dann setzte das weiße Kaninchen zum Sprung auf mein Notebook an, das einen Meter weit entfernt auf dem Wohnzimmertisch stand, klappte es auf, tippte „Pornhub dot com“ in die Leiste, klickte auf „Enter“ und sprang hinein – in die Seite, durch den Bildschirm hindurch.

„Krass“, sagte ich laut und tapste zum Notebook hinüber. Da erschien das Kaninchen auf dem Bildschirm und rief: „Samma, wird das heute noch was?“ Noch bevor ich „Moment mal, ich verstehe das alles nicht“ stammeln konnte, ward ich auch schon in meinen Rechner, in die unendlichen Weiten von Pornhub dot com hineingezogen.

Was ich sah, verschlug mir erneut die Sprache. Überall standen Männer mit Schweinemasken und Bauchläden herum, die durch Megaphone ihre Ware feilboten:
„Big Tits!“, schrie einer, „Big Booties!“ ein anderer.
„Gangbang, Leute, gebt euch die geilsten Gangbang-Filme!“
„Bukkakepornos noch und nöcher!“
„Deepthroat bis zum Erbrechen, hahaha!“

Staunend marschierte ich durch die Reihen der Marktschreier, bis ich eine tiefe Stimme rufen hörte: „Schwarz fickt Weiß! Weiß fickt Gelb! Gelb fickt… ach, was weiß ich! Gebt euch die besten Interracial Pornos, nur bei mir im Stream!“

interracial3

„Na, sag mal, so redet man aber nicht mehr“, rügte ich den Interracial Schweinemann. „Dieses Rassengerede ist doch nun wirklich extrem 1982!“

„Ha! Von wegen“, antwortete der Marktschreier mit dem Interracial Porno-Bauchladen. „Es ist für viele noch immer ein ziemlicher Turn-On, mitanzusehen, wenn ein riesengroßer, schwarzer Schwanz…“

Ich räusperte mich und sah ihn streng an.

„Ich meine, wenn ein riesengroßer, afroamerikanischer oder afrodeutscher oder afrofranzösischer Schwanz eine blonde Schwedin fickt. Oder wenn ein italienischer Macho seinen Penis Latte zwischen den Arschbacken einer japanischen Studentin versenkt. Oder die japanische Studentin einer afroschwedischen MILF die Spalte…“

„Aha, jaja, verstehe. Es ist zum einen das Visuelle, der Kontrast der Hautfarben, zum anderen die kulturellen Backgrounds, die hier aufeinanderprallen…“, mutmaßte ich und fand mich rasend klug.

„Ja, aufeinanderprallen klingt geil“, frohlockte die Schweinemaske und fügte hinzu: „Natürlich könnte auch der Reiz des Verbotenen eine Rolle spielen, weil Interracial Sex in vielen Ländern eben noch nicht zum Standard gehört.“

interracial2

„Plausibler Einwand“, gab ich ihm Recht. Und tatsächlich, selbst, wenn ich als Einwohnerin der multikulturellen Metropole Berlin davon ausgehe, dass Sex zwischen Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben im Jahr 2016 so normal sein sollte wie Lachsbrötchen mit Zwiebeln, ist es das andernorts noch lange nicht. Dazu kommt: Viele Kulturen haben so ihre Sex-Eigenheiten. Trifft eine deutsche Kartoffel auf ein lateinamerikanisches Tischfeuerwerk, kann das durchaus knallen und ziemlich reizvoll sein.

Dazu kommen körperliche Besonderheiten. So haben farbige Männer oft – wenigstens im Porno – gigantische Schwänze, ich verweise an dieser Stelle auf den wunderbaren Lexington Steele, der, lasst mich Wikipedia zitieren, bekannt ist für seinen „sehr großen Penis“. Und während Asiatinnen in ihrer Zartheit oft zauberhaft das Lolita Schema bedienen, haben die afroamerikanischen Ladys aus meiner Pornosammlung die heißesten Kurven des Universums.

So langsam begann ich zu verstehen, warum Interracial Porn noch immer ein Thema ist und es wahrscheinlich noch lange bleiben wird.

„Ähem“, machte es da hinter mir. Das Kaninchen stand neben dem Schweinemaskenmann, der wieder laut brüllend seine Interracial Porn Clips anpries, und schüttelte den Kopf. „Was?“ fragte ich. „Ich hätte von dir ein wenig mehr Political Correctness erwartet, Mimi“, rügte es mich.

interracial1

Fotos (3): Maria Vaorin

„Nö, weißt du, p.c. war ich noch nie.“ Ich stupste seine Nase mit dem Zeigefinger an. „Was wolltest du überhaupt von mir, und warum hast du mich hierhergebracht?“

Da warf das Kaninchen sein Fell von sich, die falschen Hasenzähne und langen Ohren, und Lexington Steele stand vor mir. Nackt. Ich applaudierte.

Leider miaute ausgerechnet an dieser Stelle Manfred in mein Ohr und weckte mich aus diesem Interracial Wirrwarr mit geilem Finale, da er sein Frühstück verlangte. War alles nur ein Traum gewesen? Als ich später das Notebook öffnete, surfte ich darum gleich zu Pornhub und rief die verschiedenen Kategorien auf. „Interracial Porn“ stand da. Wenigstens das hatte ich nicht geträumt.

Lexington Steele, komm jederzeit wieder vorbei gehoppelt, ich kauf uns Möhren.
Deine Mimi

Die Fotos in diesem Post stammen von Fotografin Maria Vaorin, willkommen in der Gang, Girl :) Hier findet ihr sie bei Facebook und hier geht es zu ihrer Website.

2 Comments

  1. JudgeDark

    25. März 2016 at 0:27

    Schon faszinierend, dass du dich selbst im Traum Porno beschäftigst … das nennen ich völlige Hingabe!

    • Mimi

      Mimi

      25. März 2016 at 21:50

      24/7, mein Lieber :D

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *