I Shot Myself – Alternative Porn für Feministinnen

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Dear international fellows – scroll down to read the English version below!

Als ich zum ersten Mal von der Alternative Porn Website I Shot Myself hörte, war ich selbst gerade in die Welt der erotischen Selbstaufnahmen hinein getapert. Mein damals noch 1A-Studentinnen-Körper bot sich aber auch aufs Hervorragendste an, nackig in Szene gesetzt zu werden. Dachte ich, damals noch ungestüm wie ein fluffiges Füllen, und knipste fröhlich drauf los. Irgendwann aber besah ich mir die Fotos genauer und wurde kritisch. „Das geht doch besser!“, rumorte es in meinem Kopf, und ich fragte mich: „Wie machen andere das denn?“ Wie es der Zufall wollte, schickte mir an besagtem Tag ein Freund den Link zu einer Seite – I Shot Myself. Prompt wurde die Empfehlung angeklickt, und klein Mimi erstarrte in Ehrfurcht. So viele schöne, süße und sexy Selbstporträts hatte ich noch nie auf einem Fleck gesehen. Vergessen waren die Suicide Girls, durchgenudelt die Gottesmädchen aka Gods Girls.

Seitdem bin ich eine Freundin dieser Seite. Auf I Shot Myself, kurz ISM, tummeln sich Mädchen, die darauf stehen, ihre nackten Körper herzuzeigen. Soweit nichts Neues von der Sex-Glotz-Front. Das Besondere an I Shot Myself ist, dass die ISM-Protagonistinnen sich selbst fotografieren. Und zwar genau so, wie sie sich selbst umwerfend finden.

Wir sind verliebt - in I Shot Myself Model Kalika!

Wir sind verliebt – in I Shot Myself Model Kalika! Photo: IShotMyself.com

Heißt im Klartext: Tonnen von Sex-Selfies, fotografiert von absoluten Granaten, zauberhaften Weibsbildern, blond, rot, brünett, tätowiert oder untätowiert, fröhlich, melancholisch, wild – was das fickerige Herz eben begehrt. Jeden Tag werden bis zu zwei neue Sets gepostet, pro Woche gibt es mindestens ein neues Video, denn ja, manche der Damen präsentieren sich auch gern in Bewegt-Bildern. Für die aktuell 5.200 I Shot Myself Models, die so genannten Contributoren, gibt es eine Prämie pro Fotoset plus eine zusätzliche Finanzspritze, sobald sich ein geiler Otto ihre Bilder ansieht.

Und auch, wenn das I Shot Myself Team bombastisch ist, können sie doch nicht zaubern. Deshalb kostet der Spaß auch etwas – 24,95$ pro 30 Tages-Abo, 49,95$ für 90 Tage und 99,95$ für 180 Tage. Alle Infos dazu findet ihr hier.

Weil Mimi&Käthe ein sehr neugieriger kleiner Haufen ist, haben wir mit einem virtuellen Strauß Buschwindröschen in der Hand bei I Shot Myself angeklopft und um einen Einblick hinter die Kulissen gebeten. Denn hinten rum ist immer ein wenig spannender als vorne rum, das wissen wir. Und da die ISM Macher ganz herzliche Menschen sind, griffen wir uns gleich zwei von ihnen zum Interview.

Zuerst sprach ich mit Richard, der I Shot Myself 2003 gründete, nachdem ihm bewusst wurde, wie viele Frauen und Mädchen sich gern nackt im Internet präsentieren würden, wenn sie es nur auf ihre eigene, individuelle Art und Weise realisieren könnten. „Wir haben viele außergewöhnliche Frauen an Bord“, schwärmt Richard, der heute vor allem für die Entwicklung der Seite und neue Ideen verantwortlich ist.

Danach stürzte ich mich auf I Shot Myself Girl Samantha. Dieses Interview könnt ihr dann am Dienstag in eurem Lieblings-Porno-Blog – das wären dann wir, Mimi&Käthe <3 – nachlesen.

Zuerst aber viel Spaß mit Richard.

Liebe Purdey, willst du meine Freundin sein? Deine Mimi

Liebe Purdey, willst du meine Freundin sein? Deine Mimi Photo: IShotMyself.com

Mimi&Käthe treffen I Shot Myself Gründer Richard – ein kleines, feines Interview <3

Herzlichen Glückwunsch zu eurer reizenden Website. Wir lieben sie! Erzähl doch mal ein wenig über das Konzept von I Shot Myself – was unterscheidet eure Seite von gängigen Porno Sites?

Richard (ISM): Danke, positives Feedback bedeutet uns eine Menge. Manchmal fragen wir uns, ob die Leute überhaupt den Unterscheid zwischen unserem Konzept und herkömmlichem Porno begreifen. Unsere Seite ist eine Alternative zu Mainstream Porno, da wir echte Menschen viel sexier finden als „Models“, die erst vom Stylisten halbtot geschminkt, vom Fotografen positioniert und schließlich noch mal durch Photoshop gejagt werden. Der Unterschied zwischen I Shot Myself und Porno Sites ist wie der Unterschied zwischen einem hausgemachten Burger und einem Whopper.

Würdest du I Shot Myself überhaupt als Porno einstufen? Oder vielmehr als eine Form von Kunst?

Das schließt sich gegenseitig ja nicht aus. Es gibt Kunst, und es gibt Porno auf ISM, manchmal überschneiden sich diese beiden Bereiche. Wir haben seit unseren Anfängen 2003 rund 1,4 Millionen Fotos erhalten, darunter ganz großartige Aufnahmen. Die besten sind, wie ich finde, die, auf denen die Persönlichkeit der Person durchkommt.

Warum glaubst du, haben so viele Menschen Bock darauf, sich nackt im Internet und speziell auf I Shot Myself, zu zeigen? Was ist ihre Motivation?

Darüber sprechen wir häufig im Team. Dabei geht jeder von unterschiedlichen Motiven aus. Ohne es über-analysieren zu wollen, glaube ich, dass ein gewisser Exhibitionismus eine große Rolle spielt. Es gefällt manchen Leuten, sich nackt zu zeigen und andere damit aufzugeilen. Dafür brauchen sie jedoch ein Umfeld, in dem sie sich sicher fühlen, und das ist genau das, was ISM ihnen bietet. Manche tun es natürlich auch nur für die Kohle.

Warum bevorzugt ihr Selfies anstatt professioneller Fotos?

Im alltäglichen Leben fühlen wir uns zu Menschen hingezogen, die uns sowohl mit ihrem Äußeren als auch mit ihrer Persönlichkeit faszinieren. Genau das macht Selfies so viel attraktiver als professionelle Magazin Fotografie. Natürlich kann ein guter Fotograf die Persönlichkeit eines Models auf seinen Bildern einfangen, aber die Realität sieht doch so aus, dass die wenigsten das Geld oder die Zeit haben, um sich mit diesem Punkt auseinander zu setzen. Bei Shootings für Websites oder Magazine geht es in erster Linie um die körperlichen Attribute der Models. Selfies dagegen sind roh, echt und sprechen unsere voyeuristische Ader an, da sie eine Menge über den Menschen auf dem Bild verraten. Sie bringen dich zum Denken, zum Fühlen. Und sie machen geil.

Auf eurer Seite habe ich dieses Statement gelesen:

„Was inspiriert Frauen, Nacktfotos von sich ins Netz zu stellen? Die Antwort lautet: Kontrolle. Die Fähigkeit, dich so zu zeigen, wie du es möchtest, so, wie du gesehen werden willst, frei von den Vorgaben anderer und das ,Keimfrei-Machen‘ durch Photoshop. Für manche unserer Models ist diese Zurschaustellung pure Kunst. Für andere wiederum eine rebellische Geste, erotischer Ausdruck, das Verlangen, begehrt zu werden, ein Prozess der Reinigung.“

Ich fand das wunderschön gesagt, kann mir aber auch vorstellen, dass viele Kritiker I Shot Myself Sexismus vorwerfen – immerhin zeigen hier Frauen ihre nackten Körper, ihre Brüste, Muschis und Popos, einem Publikum, das für diesen Anblick bezahlt. Mit diesem Statement aber klingt die Philosophie hinter ISM schon fast feministisch. Was denn nun?

Es gibt ein bekanntes, sehr starkes feministisches Argument in dieser Frage, das besagt, dass es das Recht jeder Frau ist, Porno zu machen – ihren Körper so zu zeigen und zu nutzen, wie es ihr gefällt. Wenn sie darauf steht, andere Leute anzumachen – warum nicht? Ich sehe keinen Unterschied zu anderen Talenten oder Vorlieben, die man gern ausübt, sei es nun zu deinem eigenen Vergnügen oder um Geld damit zu machen. Und wenn du eine Feministin bist, wie es bei vielen unserer Contributorinnen der Fall ist, gibt es im Netz vermutlich keine andere Seite, die so sehr deiner Gesinnung entspricht wie ISM.

Wenn ich ein I Shot Myself Contributor werden möchte – wie läuft das ab?

Bei uns ist jeder willkommen. Du kannst uns deine Fotos über einen Link auf der Website senden. Solltest du dich gerade zufällig in Melbourne, Australien, aufhalten, kannst du auch in unserem Büro vorbeikommen und dir ein Briefing abholen, wie so ein Shooting am besten funktioniert. Wir leihen auch Kameras aus. Für uns sind alle Figurtypen in Ordnung. Du solltest nur über 18 sein. Interessanterweise sind die belietesten ISM Contributoren in ihren 30ern und 40ern, von diesen Leuten hätten wir gern mehr.

Habt ihr nur Mädchen auf der Seite?

Es gibt auch ein paar Männer zu sehen, und zwar in den Duett-Sets, in denen sich unsere Mädels mit ihren Partnern oder Freunden fotografieren. Wir haben auch mal Männer dazu aufgerufen, uns Bilder von sich zu schicken, aber die Ergebnisse waren enttäuschend. Dazu kommt, dass Frauen ein größeres Publikum ansprechen. Tatsächlich sehen sich die meisten Frauen lieber Fotos anderer nackter Frauen als nackter Männer an.

Du siehst jeden Tag unzählige Bilder schöner nackter Menschen. Macht es dich noch an, wenn dir ein Mädchen ein Foto ihrer nackigen Pussy schickt oder sagst du „Äh, nein, danke“?

An manchen Tagen bist du übersättigt. Aber natürlich sprechen mich viele der Bilder genauso an, wie alle anderen auch. Obwohl ich mich in erster Linie auf die technischen Aspekte eines Fotos konzentriere!

Am Dienstag gibt es dann das Interview mit ISM Contributor Samantha zu lesen, die verrät, wie eure Selfies endlich sexy werden und nicht mehr aussehen, wie durch den Popo gezogen, und noch viele, viele schöne Bilder zu begaffen. Freut euch drauf!

Mimi&Käthe meet I Shot Myself founder and staff member Richard – THE ENGLISH VERSION

Here’s the English version of our little Interview about our new favourite nude web site I Shot Myself, a public community for „self expression through nude portraiture“. In other words – hawwt Selfies ftw! Meet staff member and ISM-founder Richard and learn more about his breathtaking alternative porn forum <3

Mimi: Richard, congratulations to your lovely website, we <3 it! Tell us a bit more about the concept – what is the difference between ISM and mainstream porn sites?

Richard (ISM): Well thanks, it means a lot to us to get positive feedback, because we sometimes wonder whether many people really get the difference between us and mainstream porn. We started this site as an alternative, because we think that real people are so much sexier than “models” who are worked over by a stylist, posed by a photographer, then airbrushed by an editor. It’s like the difference between a home made organic burger and a Whopper.

Do you consider ISM as porn or as art?

They aren’t mutually exclusive and we have some porn and some art on ISM, and sometimes they cross over. We’ve received nearly 1.4 million pictures since we started, and there are some absolutely stunning images in there. My favourites are where the subject’s personality really comes through.

Why, do you think, do people like to expose their naked bodies on your web site?

We talk about that a lot, and different motives come up. Without analysing it too intensely I think raw exhibitionism accounts for a lot of it – some people like to be seen naked, to turn other people on – they just need a safe place to do it, and that’s what ISM offers. And some are enticed by the money as well of course.

Why do you guys prefer nude selfies over professional photography?

In daily life we’re attracted to people based on both appearance and personality, so it makes sense that Selfies are more popular than mainstream magazine photography. While a good photographer can potentially capture a model’s personality, the reality is they don’t have the time or resources in a shoot for a web site or men’s mag, and the editor’s instructions are to capture the girl’s ‘bits’ and keep it in focus. Selfies are raw, real, and appeal to our voyeurism as well as revealing a lot about the person in the image. They make you think and feel, as well as turning you on.

Model Maryanne ist einfach Zucker!

I Shot Myself Contributor Maryanne <3 Photo: IShotMyself.com

I read this on your website:

“What inspires women to submit their naked photos online? The short answer is – Control. The ability to show yourself on your terms, how you’d like to be seen, free from the distortion of someone else’s viewpoint and the sanitizing of Photoshop. For some contributors this is an exposition of pure art. For others it’s a rebellious gesture, erotic expression, a desire to be desired, or a cathartic process.”

I found this very well said, but I can also imagine, that people could think that ISM is a very sexistic website. Women showing off their naked bodies, their pussies and asses to an audience that will pay to see that. But with your statement, the idea behind ISM to me seems quite feministic. So sexistic vs. feministic – what do you think about that?

There’s a strong and popular feminist argument that making porn is a woman’s right – to use her body in any way she wants. If she’s OK about turning people on, then why not? I don’t see this as any different from exploiting any other skill you might have, for your own satisfaction or to earn money. And if you’re a feminist, as a lot of our contributors are, there probably isn’t another nude web site in the world that better suits your politics.

If I want to become an ISM contributor – how does that work? How do I apply?

Everyone’s welcome, and you can send your images in via the website – there’s a link in the main menu to Shoot Yourself – or if you happen to be in Melbourne, Australia, drop into our office for a briefing on how to get a good shoot. We also lend out cameras. We welcome all body types and all ages (over 18), in fact the most popular contributors are generally in their 30’s and 40’s, and we’d love to have more of those.

Do you only feature female contributors?

We do have some guys, in the Duet folios where they appear with their partner or friend. But when we have put the call out for guys to submit solo shoots, the results were very disappointing – and we also know that women attract a much larger audience. In fact most women would rather see other women naked, than men.

You see so many gorgeous naked people every day. Do you, personally, still get turned on if someone messages you a nude picture or a picture of their pussy/cock/ass? Or are you more like “Uhm.. no, thanks!”?

Well some days you do get saturated, but in general yes, you respond just like everyone else, although I tend to focus on the technical aspects of the photo first!

Now go and visit I Shot Myself <3

I Shot Myself Traumfrau Lora!

I Shot Myself dream girl Lora! Photo: IShotMyself.com

 

 

4 Comments

  1. Pingback: Selfie Erotik mit I Shot Myself, Pt. 2 - Mimi&Käthe

  2. GeorgAusS

    17. Februar 2014 at 21:15

    ISM ist doch eher 2003 gegründet als 2013. Ich mein, zu den Bildern von ISM hab ich schon vor 10 Jahren mit roten Ohren vorm Rechner… ähhh gesessen!

    • Mimi

      Mimi

      17. Februar 2014 at 21:20

      hoppla! danke für den hinweis, es muss natürlich 2003 und nicht 2013 heißen :D

  3. Onkel Tom

    16. Februar 2014 at 17:56

    …ich wusste gar nicht, das ein blonder Flaum so göttlich sein kann ;-)

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