How to be Parisian: Delphine by Melanie Ziggel

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Ein Text von Mimi Erhardt.

Delphine ist Französin, Stylistin und Creative Director und lebt in Berlin. Überraschend, finde ich, denn Delphine ist für mich der Inbegriff einer Pariserin: Zart, sophisticated, stilvoll, scharf wie zehn Rasierklingen. Und ach, ich wäre so gerne wie Delphine, so gerne Pariserin, doch werde ich immer Mimi aus dem Ruhrpott bleiben: Derbe, vertrottelt und höchstens so scharf wie dein altes Kartoffelmesser mit der abgebrochenen Spitze.

Um mir wenigstens etwas Pariser Flair zu verleihen, kaufte ich mir vor einer Weile das Buch „How To Be Parisian wherever you are“ von Anne Berest, Caroline De Maigret, Audrey Diwan und Sophie Mas. Der Untertitel des Buches lautet: „Liebe, Stil und Lässigkeit à la française“, und ich liebte es von der ersten Sekunde an.

„Finden Sie Ihr Parfum, bevor Sie dreißig werden. Und tragen Sie es für die nächsten dreißig Jahre“, steht da zum Beispiel. Oder „Such dir etwas aus, was jeder mag – die Oper, Kätzchen, Erdbeeren –, und verabscheue es.“

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Eine weitere Weisheit: „Man sollte mit den Männern leben, statt sich ständig an ihnen zu reiben. Außer im Bett.“ Große Verehrung dafür, ebenso wie für diesen charmanten Trick: „So machen Sie einen Mann glauben, dass Sie ihn brauchen: Natürlich können Sie die Weinflasche selbst öffnen. Aber lassen Sie ihn es tun. Auch das ist Gleichberechtigung.“ Feminismus mit einem Augenzwinkern, j‘adore ça. Und als wären all diese Weisheiten für mich ganz allein geschrieben worden: „Kenne deine Stärken. Kenne deine Schwächen. Arbeite insgeheim an dir, aber nimm dich nicht zu ernst.“

Vielleicht steckt doch mehr Pariser Blut in mir, als ich immer annahm?

Was ich ganz sicher weiß, ist, dass Delphine wunderschön ist, Pariserin hin, Berlinerin her. Und dass ich die Bilder, die Fotografin Melanie Ziggel von ihr gemacht hat, mit euch teilen mag.

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Das Buch „How to be Parisian wherever you are“ könnt ihr für 14,99 Euro hier bestellen.

7 Comments

  1. Rheintochter Esme

    28. März 2017 at 1:16

    Oh láláá, da möchte ich doch glatt meine Französischkenntnisse reaktivieren! Und das Buch muss ich unbedingt lesen!
    Und von Madame Mimi lernen, wie man gleichzeitig vetrottelt und zauberhaft sein kann! 😘
    Jede Menge amour vom Rhein!

  2. M.

    27. März 2017 at 7:16

    Interessant – auf den ersten Blick erinnerte mich bloss der schwarze Bob an die inheränte Elegance Parisienne, ihr Ausdruck hingegen gar nicht.

    Erst in den Bilder nr. 6, 7, 21, 22, 26 und 27 sticht für mich die Pariserin durch.

    Aber wie du so schön schreibst, Pariserin hin oder her, die Bilder sind ja mal einfach umwerfend. Diese Augen, und ihr Körper – wahnsinnig fein, zart, und doch absolut gefestigt und präsent, irgendwie.

    Lieber Gruss,
    M.

  3. Romy

    26. März 2017 at 20:28

    Ah, Oui! Was für eine wunderschöne Frau!

    Das Buch muss ich nun übrigens auch unbedingt haben – allein die von dir zitierten Weisheiten klingen, als gehören sie in mein Leben!

    • Mimi

      Mimi

      27. März 2017 at 14:18

      Ja bitte, es ist wundervoll! <3

  4. JudgeDark

    26. März 2017 at 19:04

    Ich muss es einfach loswerden: Mimi, mach dich selbst nicht so schlecht, denn das bist du nicht!

    Da sind ein paar schöne Bilder bei, nur das mit dem Appel auf dem Kopf, das erschließt sich mir nicht! ;)

    • Mimi

      Mimi

      27. März 2017 at 14:18

      Ich wusste, dass es so aufgenommen wird, dennoch verwundert es mich. Ich mache mich selbst nicht schlecht, wenn ich – völlig wahrheitsgetreu – sage, dass ich derbe und vertrottelt bin. Auch nehme ich mich selbst an 360 Tagen im Jahr als null sexuell wahr und finde das gar nicht schlimm. Das bin ich, und es war mir selbst gegenüber nie abwertend gemeint. Schön, dass dir die Fotos gefallen haben :)

      • JudgeDark

        27. März 2017 at 17:45

        Da hast du mich aber in die Falle laufen lassen! :(
        Mag daran liegen, dass ich dich persönlich zu wenig kenne, um diese „Spitzwindigkeit“ in deiner Aussage erkennen zu können. Um so schöner zu lesen, dass ich völlig auf dem Holzweg war und du mit dir selbst im Reinen bist! :)

        Allerdings: wenn du dich selbst an 360 Tagen null sexuell wahrnimmst, muss das für andere ja nicht gleich auch gelten; von daher stehe ich zu meiner Aussage. ;)

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