XHamster zeigt Diskrimierungsgesetz House Bill 2 den Fuckfinger

By  |  2 Comments

Soll mir nochmal einer sagen, in der Mainstream Pornoszene tummelten sich nur böse Gestalten ohne Moral und Nächstenliebe, die außer ihrem eigenen Profit nichts in der Rübe hätten. Die Pornsite XHamster straft diese Vorurteile jetzt Lügen, in dem sie sich gegen das Diskriminierungsgesetz House Bill 2 stellt. Aber von vorn.

Kürzlich verabschiedete der US-Bundesstaat North Carolina ein Gesetz, das die Rechte der LGBT-Community, das heißt die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern, empfindlich beschneidet. Das Gesetz, bekannt als House Bill 2, fordert zum Beispiel von Trans* Menschen, öffentliche Toiletten entsprechend ihrem biologischen Geschlecht zu benutzen. Dass Steve schon seit Jahren als Mann lebt und mit seiner Vergangenheit als Peggy-Sue längst abgeschlossen hat, interessiert kein Schwein. Steve müsste dank des neuen Gesetzes zum Schiffen auf die Damentoilette verschwinden.

house bill2_3

Nicht nur XHamster zeigt dem Diskriminierungsgesetz den Mittelfinger.

House Bill 2 macht eine generelle Diskriminierung der LGBT-Gemeinde möglich. Stolpert ein verliebtes schwules Paar in ein Restaurant, um dort seinen Jahrestag zu feiern, kann man ihm dort jetzt per Gesetz die Bedienung verwehren. Ebenso dürfen Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans* Menschen bei der Jobsuche diskriminiert werden, und obwohl in den USA seit letztem Jahr landesweit die Homo-Ehe legalisiert wurde, können vor allem kirchliche Institutionen sich weigern, Paare mit nicht-heterosexueller Orientierung zu trauen. House Bill 2 bezieht sich übrigens ausschließlich auf die Beschneidung der Rechte der LGBT-Community.

Verständlicherweise bekommt North Carolina Gegenwind von allen Seiten für diese unglaubliche Dummheit. So stoppte die Deutsche Bank zum Beispiel einen angekündigten Stellenausbau im Bundesstaat, Bruce Springsteen sagte ein Konzert ab.

Der Preis für die größte Mittelfinger-Aktion gegen House Bill 2 aber geht an das Pornoportal XHamster. Dort entschied man sich dazu, Usern mit einer IP-Adresse aus North Carolina den Pornospaß zu versauen – so lange, bis das Gesetz wieder gekippt wird. Statt Bukkake- und Analclips sehen die User dies:

house bill2_1

Foto: Screenshot / XHamster

„Wir haben die letzten 50 Jahre für die Gleichstellung aller gekämpft, und diese Gesetze sind diskriminierend, etwas, das XHamster.com nicht unterstützen möchte“, so XHamster-Sprecher Mike Kulich zur Newsseite Huffington Post. Man wolle kein System unterstützen, das einen „solchen Müll“ unterstütze. Zudem sagte Kulich: „Wir respektieren Sexualität in jeglicher Form und umarmen sie.“

Bonus-Info am Rande: Laut XHamster sind besonders Trans*- und Gaypornos bei den Nutzern aus North Carolina beliebt. „Im März hatten wir alleine aus North Carolina 400.000 Treffer für den Begriff ‚transsexuell‘‚ ,homosexuell’ wurde 319.907 Mal gesucht“, erklärt Kulich.

Weil man im Hause XHamster aber durchaus versöhnlich gestimmt ist, plant man, den schwarzen Bildschirm durch eine Petition zu ersetzen, mit der die Aufhebung des Diskriminierungsgesetzes gefordert werden soll.

Viel Liebe an XHamster für so viel Eier und ihre Solidarität mit der LGBT Gemeinschaft. <3

Foto: Ika Fan (Ika Fan bei Facebook // Ika Fan bei Tumblr)

2 Comments

  1. Mikael

    5. Mai 2017 at 0:04

    Achwas. Da habe ich mit xHamster ja intuitiv die richtige Wahl getroffen und halte der Seite nicht umsonst seit Jahren die Treue.

    Wirklich traurig, was momentan (nicht nur) in den Staaten los ist.

  2. JudgeDark

    14. April 2016 at 18:16

    1. Wie kann man ein so bescheuertes Gesetz erlassen?
    Da sieht man mal wieder, wie prüde und weltfremd die USA sein können.

    2. Daumen hoch für die Aktion von XHamster … finde es aber auch gut, was die Deutsche Bank und Kollege Springsteen beigetragen haben!

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *