Du fühlst dich wie Glück an – eine Short Story von der Bettkante

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Ein Text von Marla.

Du liegst neben mir, schlafend. Deine Haare fallen in dein Gesicht. Ich streiche über deine stoppeligen Wangen, über das Grübchen auf der linken Seite, über deine Lippen. Du zuckst zusammen, ein kleines bisschen nur, deine Lippen bewegen sich, murmeln etwas, das ich nicht verstehe.

Ich drücke mich an dich, so eng, nah, fest es geht, und patsche weiter mit meinen Händen auf dir herum. Kratze vorsichtig deinen Rücken und erschrecke, als du dich unter meinen Berührungen noch enger an mich presst. Langsam bekomme ich keine Luft mehr. Du brummst genüsslich und lächelst im Schlaf, ich kichere. Du bist mein Glück.

Glück

Ich rutsche ein wenig hoch, sodass ich dein Gesicht besser sehen kann, meine Hand schiebe ich in deine Shorts. Du hast den großartigsten Schwanz, den ich je gesehen habe, er ist perfekt, und ich liebe ihn. Ein bisschen krumm ist er, dick und lang, er ist mein Freund. Deine Eier sind nicht zu groß und nicht zu klein, kein hängender Sack, sondern so, wie Mädchen sich Säcke vorstellen, prall und reizend. Die Farbe deines Schwanzes passt so gut zum Teint meiner Muschi, dass es mich umhaut. Und was du alles mit ihm anstellen kannst. Ich seufze. So viel Glück auf einml, und alles nur für mich. Dein Schwanz, auf einmal ganz hart, macht mich sehr, sehr froh, und ich sollte ihm einen Orden dafür verleihen. Vielleicht würde ich auch noch eine Krone darauf malen. Eine Krone für den König, der Königsschwanz für die Königin.

Du machst mich auch froh, so wie dein Penis. Ich würde dich so gern küssen, aber dann wachst du auf und erwischst mich womöglich dabei, wie ich dich anglotze und beobachte, wie ich versuche, jede deiner Bewegungen in meinem verliebten Spatzenhirn abzuspeichern, damit ich nichts, was zwischen uns passiert, vergesse.

Heute Nacht warst du unruhig. Einmal hast du mich fast aus dem Bett geschmissen. Manchmal sprichst du im Schlaf, aber zum Glück verstehe ich dein verpeiltes Gemurmel nur selten. Wer weiß, von wem du nachts träumst, wer in deinem hübschen Kopf herumgeistert. Vielleicht träumst du manchmal sogar von mir. Ich würde dich das so gern fragen, aber ich trau mich nicht.

Glück

Du atmest tief ein und aus und zuckst wieder, runzelst deine Stirn und siehst aus, als würde dich ein Problem beschäftigen, für das du keine Lösung weißt. Ich streiche über deine Stirn, damit sie wieder glatt wird und du das Problem ohne Lösung vergessen kannst. Du musst schlafen. Ich eigentlich auch, aber ich kann nicht.

Draußen ist es schon fast hell. Ich greife nach Höschen, BH und Strumpfhose, die auf dem Boden vor dem Bett liegen, steige in die Jeans und ziehe das Sweatshirt, das du mir mal geschenkt hast, über den Kopf. Dann setze ich mich auf die Bettkante und sehe dich ein letztes Mal an. Du bist zu schön, um wahr zu sein. Ohne Scheiß.

Ich hoffe, deine Freundin weiß ihr Glück zu schätzen.

4 Comments

  1. Nyssa

    9. Dezember 2016 at 10:52

    Ich weiss so sehr wie sich das anfühlt…

  2. Rheintochter Esme

    27. November 2016 at 21:29

    Whoa, das kam unerwartet! Bin eins A reingefallen, und bereue nichts! :-)

    Liebe vom Rhein! <3

  3. Der ulli

    23. November 2016 at 21:06

    Huiiii jetzt habe ich kopfkino so mein mist aber ach….
    Toll geschrieben

  4. JudgeDark

    23. November 2016 at 19:20

    Hahaha … die Pointe ist der Knaller! :D

    Hab nicht damit gerechnet, obwohl das in diesem Block doch naheliegend wäre. ;)

    Vielen Dank … !

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