DIY Glory Holes und Folien-Sex: X-Mas Geschenke für Freaks <3

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Es war einmal… eine dackelbeinige Nachwuchsjournalistin namens Mimi. So mini ihre Beine waren, so groß war ihr Wunsch, einmal für VICE zu schreiben, ihre liebste Website im Internet. Und tatsächlich klappte es, hurra. Zwar dauerte die zart-obszöne Allianz nur zwei Jahre an, doch blickte Mimi stets mit Freuden auf die Zeit mit VICE zurück. „Es war ja doch oft recht schön“, seufzte sie dann und schaute verträumt aus der Wäsche. Eines Tages, Mimi kramte gerade in Erinnerungen, fiel ihr ein kleiner, fieser Text vor die Füße. „Weihnachtsshopping und Geschenke für Perverse“, lautete der Titel. „Was war dasn nochmal?“, fragte sich Mimi, kratzte sich die Schläfe, begann zu lesen und entschied sich, dem kleinen, fiesen Text einige Flicken auf die Kutte zu nähen, „Spielverderber und Zartbesaitete bitte weitergehen“ mit Edding aufs Deckblatt zu kritzeln und ihn anschließend ihrer Blog-Gang zu zeigen. Hier isser nun, viel Vergnügen :)

Porno und Weihnachten passen meines Erachtens ja so zusammen wie Rocco Siffredis Penis und das Pupsloch meines Zwerghamsters. An drei Tagen im Jahr will ich wieder acht Jahre alt sein, im Latschenkieferschaumbad versinken, ohne mir die Muschi zu rasieren, mit meinen Patschehänden Plätzchenteig kneten, nicht die teigigen Säcke mir unbekannter Herren. In Unschuld baden, ja, das will ich.

Geht aber nicht. Mit dem Schreiben übers Verkehren verdiene ich ja mein Geld, also ist das mit dem Bad in kindlicher Unschuld ein frommer Wunsch, aber mehr auch nicht. „Schreib mal sexuelle Geschenke Guidelines fürs Fest!“ So oder so ähnlich schallt es aus dem VICE-Headquarter in meine Ohren, und ich frage mich: „Ja super, und wie sollen die aussehen? ,Wickel deine Alte in Luftpolsterfolie, mach ‘ne Schleife drum und fick sie hart unter der Nordmanntanne?‘“

Mit meinem neuen funkferngesteuerten Vibro-Ei massiere ich meine Schläfen und denke nach. Vielleicht funktionieren solche Guidelines am besten, wenn ich mir die verschiedenen Schenktypen vorknöpfe. Sie mir zur prallen Brust nehme, sozusagen. Wo wir doch gerade so sexuell beisammen sind.

Der „Wir schenken uns nichts“-Typ.
Nichts schenken ist Unfug. Einer hält sich sowieso nicht an die Abmachung und dann ist das Geheule groß. Eine Kleinigkeit sollte es wenigstens sein. Ein Furz in der Geschenke Box zum Beispiel. Je nachdem wie pervers man so drauf ist, kann die Furzform beliebig variieren. Vom zarten, eher symbolischen Erbsensuppenhauch für den kleinen Schmunzler unterm Christbaum bis zum handfesten Bierschiss, den Hasi aus dem Karton lecken darf, ist alles drin.

Der Mann.
Männer (und ich) schenken gern DVDs. Unkompliziert, billig und flexibel einsetzbar. Wer es lässig mag und möglichst a.s.a.p. seinen Penis in der Vagina der Lady versenken möchte, investiere doch bitte in einen guten Porno. Am besten in einen, in dem Sasha Grey mitspielt. Die ist heiß wie ein Topf Frittenfett, nicht zu perfekt und spricht schön viel beim Ficken. Das mögen wir. „Malice in Lalaland“ ist mein persönlicher Für-immer-und-ewig-Favorit. Oder ihr kauft uns irgendeinen Film mit Rocco Siffredi oder Ron Jeremy, als der noch jung war. Geht auch klar. Bonus-Must zum Pornfilm: Eine teure Flasche Wein. Nimmt Geschenken dieser Art die Billo-Aura, macht besoffen, geil und anspruchslos. Und darauf kommt’s ja an.

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Die Frau.
Frauen machen sich für gewöhnlich irre viele Gedanken über Geschenke. Muss unbedingt persönlich sein, so ein Präsent. Mit Message überfrachtet. Manche der Wesen mit dem Loch zwischen den Beinen basteln sogar selbst. Unerträgliche Vorstellung für mich, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Wer auf DIY Geschenke steht, kann es ja mal mit einem selbstgebastelten Sexualspielzeug für den Mann versuchen. Ein Klassiker ist die Gummi-Klorolle. Klorolle, ein Kondom und Gleitgel nach Gusto. Gummi in die Rolle stecken und das offene Ende um den Rand der Rolle stülpen. Jetzt das zu-e Gummiende über das andere Ende der Rolle ziehen und mit einer Hand festhalten. Ordentlich Glitsch aus der Tube dazu, Schwanz rein, go. Wenn er zusätzlich am Gummizipfel zieht, fühlt es sich angeblich an wie ein echter Blowjob. Wem diese Geschenke Idee zu unhübsch ist: Einfach die Rolle mit drolligem Polka-Dot Masking-Tape umwickeln. Funktioniert in abgewandelter Form auch mit einem Socken, einem Latexhandschuh und Gleitgel. Für die DIY Mäuse: Der Socken kann natürlich selbst gestrickt sein, und auch Latexhandschuhe sind dank fetziger Farben individualisierbar. Wie wäre es mit Schwarz? Oder bohrt ein penisgroßes Loch in die Klowand und schenkt dem Mann sein eigenes Glory Hole. Mann, der wird es lieben!

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Der exklusive Typ.
Soll ja Menschen geben, die Geschenke zum Auspacken albern finden. Zu lame, zu bourgeois. Die verschenken stattdessen lieber Events, halt so Dinge für die Ewigkeit. Erlebnis-Schenken. Da fällt mir gleich was ein. Ein Pipisklave für einen Tag zum Beispiel! Mein Geheimtipp. Endlich nicht mehr vom Sofa aufstehen müssen, wenn die Blase drückt. Einfach das menschliche Urinal heranpfeifen und fröhlich losschiffen. Und währenddessen schön weiter Frauentausch gucken. 1A.

Wer die Vorstellung des eigenen Urins im Rachen eines anderen doof findet, kann es natürlich auch exklusiver haben. Erfüllt dem Herzensmensch einen sexuellen Wunsch, dessen Erfüllung ihr bislang strikt ablehntet. Einen Dreier mit der Stiefmutter zum Beispiel. Sich mit dem Rohrstock verprügeln lassen. Ihn mit dem Rohrstock verprügeln und seine Fußballkumpels gleich dazu. Perverser Dreck halt. Dinge, die einem normalerweise peinlich sind. Wer würde sowas sonst mitmachen, wenn nicht du? Der kleine kranke Scheißer wird es dir auf ewig danken.

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Fotos (3): Ika Fan

Der „Ich will auch was von meinem Geschenk haben“-Typ.
Wickel deine Alte in Luftpolsterfolie, mach ‘ne Schleife drum und fick sie hart unter der Nordmanntanne.

Frohes Fick-Fest.

Den Text in seiner etwas rougheren Ursprungsvariante findet ihr auf auf VICE, und zwar hier.

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