Your Körper is a wonderland

By  |  3 Comments

Ein Text von Mimi Erhardt.

Ich mag Menschen. Männer, Frauen, Cis, Trans, whatever. Vielfalt ist mein Spielplatz, jeder Körper mir ein Abenteuer. Wenn ich verliebt bin, verliebe ich mich auch in den Körper des Menschen – stattliche Jungs, skinny Männer, curvy Girls und durchtrainierte Frauen. Weibliche Bodys mag ich, weil sie so rund sind, selbst, wenn das Mädchen dünn ist. Frauen sind rund, Männer eckig, manche irgendwas dazwischen, und ach, ich feiere es.

Ernsthaft, Loves: Vergeudet eure Zeit nicht mit Selbstzweifeln, damit, eure Körper in Frage zu stellen. Freut euch doch, dass sie da und wunderschön sind, dass sie funktionieren, gesund sind und euch so viel Spaß machen. Probiert es. Ihr müsst euch nicht, wie die „Sexperten“ meiner Jugend so gern rieten, nackt vor den Spiegel stellen, wenn euch das nicht behagt. Macht Selfies in euren liebsten Dessous, im viel zu großen Hoodie, schaut beim Sex tief in die Augen eures Boyfriends und versteht, dass ihr eine Göttin seid. Für ihn, fürs Universum. Lernt, euch und euren Körper liebzuhaben.

koerper-7

Fotografin Sarahlikesprettygirls hat für diese Strecke zwei Mädchen mit ganz unterschiedlichen Bodys geshootet – beide auf ihre Art perfekt und zum Fanclub-Gründen schön. Und nein, Gedanken à la „Na toll, wenn ICH solche Boobs hätte, fänd ich mich auch umwerfend“ oder „Immer diese dünnen Mädchen“ sind hier NICHT erlaubt, da – ich sagte es bereits – Zeitvergeudung. Hätte, hätte, Fahrradkette. Du siehst so aus, wie du aussiehst, und das ist ein Geschenk, auch, wenn du das jetzt noch nicht erkennen kannst. Mir geht es ähnlich – ich bin oft unsicher, aber ich weiß: Wenn mich etwas an meinem Aussehen partout unglücklich macht, kann ich es – wenigstens eine ganze Menge davon – ändern. Ich kann ins Gym gehen, mir die Haare schneiden, rasieren oder verlängern lassen, sie färben, mehr, weniger oder gesünder essen und mir endlich den unverschämt teuren Chanel-Lippie kaufen, der meine Lippen so hübsch schmollig aussehen lässt. Oder ich akzeptiere, wie ich aussehe, wie mein Gesicht und mein Körper mir nun einmal mitgegeben wurden.

Ich habe mich für eine Mischung aus beidem entschieden, ein Mix aus Akzeptanz und gelegentlichem Tuning. Und ja, es funktioniert für mich. Du hast es – wie ich, wie jeder – in der Hand, girl. Nur hör auf, dich selbst Scheiße zu finden.

Das Wort zum Sonntag. Gilt übrigens auch für Männer.

Auf unsere Körper.

Fotos: Sarahlikesprettygirls // Sarahlikesprettygirls bei Tumblr
Models: Lullu Gun und Elisa

3 Comments

  1. Pingback: Oh, pretty boy Pierre – by Melanie Ziggel - Mimi Erhardt

  2. JudgeDark

    9. Januar 2017 at 19:28

    Was eine tolle Fotostrecke … sehr ansprechende Bilder!

  3. Rheintochter Esme

    8. Januar 2017 at 17:12

    Wunderbare und ganz, ganz wichtige Worte! Klar ist es nicht einfach, auf die „Schönheitsideale“, die uns jahrzehntelang als „richtig“ verkauft wurden, zu pfeifen, aber der Weg lohnt sich! Am Ende und sogar schon unterwegs wartet die Selbstliebe, die ein tolles Gefühl ist. Denn wer muss die allermeiste Zeit mit mir verbringen und aushalten? Logo, ich selber! Da ist es wichtig, dass ich mich selber mag und gern hab, mit allen Ecken, Macken und „Fehlern“.
    Auf uns alle und unsere Vielfalt, olé!

    Liebe vom Rhein! <3

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *