Titten, Ärsche, sexy Schweiß – danke für die Folter, Sommer

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Wir haben einen Neuen – einen neuen Autor. Horny Corny nennt er sich, und ich feiere ihn sehr. Denn Horny Corny scheißt auf Political Correctness und spricht in seinem ersten Text für Mimi&Käthe Klartext, warum der Sommer mit all seinen freigelegten Brüsten und Bootys für Männer eine schrecklich harte Zeit ist. Ehrlich, hart, aber herzlich – und das Augenzwinkern bitte nicht vergessen. Horny Corny, gib’s uns <3

Text von Horny Corny

Superhitze, verfeierte Nächte und Sturzbäche aus Schweiß – der Sommer ist da. Und mit ihm 24/7 der beste Blick auf Titten, Ärsche und geile Gesichter. Was im ersten Moment paradiesisch klingt, ist für uns Singles nicht immer schön. Klar, es gibt Singles die sich gerade im Sommer nicht binden wollen, denn die Auswahl ist zu groß, und warum sollte man sich auch entscheiden? Singles, die aussehen wie gemalt und sich über ein reges Sexleben nicht beschweren können. Exemplare dieser Gattung fahren in ihren fabrikneuen Fellatio-Flitzern entspannt jedem Venushügel der Stadt entgegen, wo sie dann so richtig Gas geben.

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Den zweiten Typ Single will einfach niemand. Gestern nicht, heute nicht, morgen nicht. Wer schon mal eine faulige Banane mit Druckstellen im Obstkorb liegen hatte, versteht, was ich meine. Für diese zweite Sorte von Solokünstlern kann der Sommer zur Qual werden, denn aufgrund der omnipräsenten Reizüberflutung heißt es während der heißen Tage: Wichsen, wichsen, und nochmals wichsen, bis die Hände schwielig sind. Aber was bleibt einem auch anderes übrig? Schon morgens, wenn wir das Haus verlassen, gibt es die volle Dröhnung leicht bedeckter Ärsche und nur notdürftig verpackter Titten zu bestaunen.

An viel frequentierten Orten wie zum Beispiel der S-Bahn wird’s natürlich nicht besser. Denn auch, wenn wir Männer euer Recht auf freie Kleiderwahl absolut und selbstverständlich respektieren und supporten und euch niemals bewusst zu Objekten machen würden, solltet ihr doch wissen, Ladys, dass ihr es uns nicht leicht macht, wenn ihr spärlich bekleidet in der Bahn eure erhitzten Körper an unsere Bierbäuche und Oberarme presst. Was tut der Typ Mann, der bei euch ohnehin keine Chance hat, nach einer solchen Berührung von Titte oder Arsch? Er geht nach Hause, legt sich ins Bett oder nimmt wahlweise eine kalte Dusche und holt sich einen runter. Super. Erstmal Ruhe. Wenigstens für die nächsten drei Stunden.

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Schwierig ist es derzeit auch, einen ganzen Tag im Büro zu überstehen. Im Gegensatz zum ungewollten Single, der bis auf gelegentliche Pokémon Go Jagden nur selten körperlicher Aktivität nachgeht, machen sich die letzten sechs Monate im Fitnessstudio beim ehemaligen Mauerblümchen aus der Buchhaltung bemerkbar. Top. Das Blut fließt ganz schnell wieder in die Lenden, der Anblick der Dame sorgt für schmutzige Gedanken, und spätestens zum Mittag macht man es sich ein wenig länger auf dem Klo gemütlich. Man kann ja nicht anders.

Abends beim Feierabendbier das gleiche traurige Spiel. Man wird müde, alle riechen nach geilem Schweiß, der sich mit so manchem Parfüm nicht unangenehm vermischt, und betrunken ist man auch noch. Als Kommunikationsnerd, der beim Anblick einer bereits minder attraktiven Frau im Minirock zum Körperklaus erster Güte mutiert, ist der Sommer wirklich nicht die beste Zeit, um sich aus seinem eigenen Spinnennetz der Schüchternheit zu befreien und endlich mal jemanden kennenzulernen. Was tut man in einem solchen Fall? Ab nach Hause und zum letzten Mal an diesem Tag das Handtuch vollwichsen, bevor man einschläft, in dem Wissen, dass morgen alles wieder von vorne losgeht.

Aber um ehrlich zu sein, betrifft mich persönlich das Ganze gar nicht, da ich im Sommer regelmäßig mein Iglu in Grönland besuche. Da ist es schön kühl, und nackte Titten und Ärsche tragen höchstens Wale, Robben und Eisbären zur Schau, und die sind selbst für mich ein No Go.

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Fotos (3): Fritz Lang

Während ich also meine heiße Schokolade trinke und der Frage nachgehe, ob Beziehungen von Pinguinen deshalb ein Leben lang halten, weil sie alle gleich aussehen, könnt ihr ja ein wenig weiter diskutieren und mir verraten, wie ihr die schwitzig-schwüle Zeit am besten hinter euch bringt. Besonders die Damen der Schöpfung dürfen uns erklären, wie sie ihren eigenen biochemischen Hormoncocktail bändigen.

Bis bald, euer Horny Corny

4 Comments

  1. Pingback: Mimi&Käthe: Erlebnispornographie – unser Buchbaby ist da! - Mimi&Käthe

  2. whatsapp-Casanova

    30. Juli 2016 at 12:07

    Horny Corny,
    woher weisst du so genau über meinen Alltag und mein Gefühlsleben bescheid?

  3. JudgeDark

    27. Juli 2016 at 19:01

    Hm, erstmal Danke für diese klaren Worte! So fühlen sich denke ich viele Kerle, keine Ahnung ob es bei Frauen auch so geht mit der optischen Reizüberflutung im Sommer?!

    Ich sage für mich: schauen ja, mehr nicht! Wobei mich ein Anblick wie im ersten Bild (ich schmelze) durchaus zur Idee bringen könnte den im Text dreifach genannten Solospaß in Anspruch zu nehmen! ;)

    Ansonsten bin ich eher damit beschäftigt nicht einzugehen, die übermäßige Wärme ist nicht meins, außer vielleicht auf Fuerte am Strand mit Meer und Cuba Libre.

    • elisawonderwhy

      28. Juli 2016 at 11:21

      True that! Meine Freundin ist gerade ne Woche weg und ich bin schon mit den Nerven am Ende. Nächste Woche werden wir einiges zum Nachholen haben. Sommer kann die beste Zeit sein, oder die schwerste. Je nachdem wie’s gerade läuft. ;)

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