Ausgeliefert oder: Am Ende der Nacht

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Der folgende Text enthält sexuell explizites Vokabular. Wenn das nicht dein Ding ist, lies doch einfach HIER weiter :)

Eine erotische Short Story von Romy Dietrich.

Es ist einer dieser Tage, an denen alles nervt. Der Arbeitstag war zu lang, auf dem Heimweg stand ich im Stau, und zu allem Überfluss habe ich auch noch Kopfschmerzen. Ich weiß nicht, wohin mit mir. Also rufe ich ihn an.

Im Leben 1.0 sind wir eigentlich nur Kumpel-kompatibel, würden ein absolut schreckliches Paar abgeben und uns in einer Beziehung vermutlich nur auf den Keks gehen. Aber wenn’s um Sex geht, passen wir zusammen.

Er nimmt sich ganz selbstverständlich, was er will, weil er weiß, dass ich nicht wegen des Biers vorbei komme, sondern Sex will. Abschalten will. Ihm ausgeliefert sein will. Ich fordere ohne Hemmungen ein, was mir gefällt, weil ich weiß: Hätte er keinen Bock auf mich, hätte er gleich am Telefon klar gemacht, dass heute halt DVD gucken und Abhängen drin ist.

Eine Stunde später bin ich da, werde mit einem Bier begrüßt und auf der Couch abgeladen, während er noch schnell irgendwas am Rechner erledigt. Ich kotze mich eine Weile über meinen Tag, meine Woche und das allgemeine Fuck-you-Gefühl aus, das mich schon den ganzen Tag begleitet. Er hört zu, nickt an den passenden Stellen und bestätigt mir, dass die Welt manchmal ein Arsch ist.

Später am Abend, nachdem wir uns den Bauch mit Pizza vollgeschlagen und von Bier zu Mojito umgeschwenkt haben, ändert sich die Stimmung.

Short Story by Romy 3

Aus der Kumpelei wird Anziehung. Ich setze mich rittlings auf ihn, mein Cocktailglas in der einen Hand, mit der anderen schubse ich ihn auf der Couch nach hinten. Ich kann ihn unter mir spüren und seine Hände wandern um meine Hüfte herum zu meinem Hintern, den er jetzt so fest packt, dass es weh tut. Er drückt mich auf sich, und die Lust auf das Gefühl, ihm ausgeliefert zu sein, schießt wie ein Blitz zwischen meine Beine.

Er schiebt mich abwärts, öffnet seine Hose, und greift mir in die Haare. Ich genieße es, ihn zu verwöhnen und sehe es als wunderbares Kompliment, dass sein Kopf nach hinten fällt und sich seine Brust schneller hebt und senkt, während meine Lippen und Finger über seine Haut fahren, meine Zähne über Piercings streifen und ich meine Zungenspitze ab und an über diesen einen, sehr empfindlichen Punkt gleiten lasse. Sein Griff wird fester, als ich ihn in meinen Mund aufnehme, und ich kann seinen Atem hören. Er presst mich näher an sich, bis ich ihm mit einer Bewegung meiner Hand an seinem Knie zu verstehen gebe, dass das jetzt tief genug ist, aber ich genieße das Gefühl, ihm ein bisschen ausgeliefert zu sein.

Unvermittelt zieht er mich hoch, drückt mich über die Lehne der Couch, schiebt meinen Rock hoch und meine Hotpants zur Seite, und bevor ich richtig Luft holen kann, ist er in mir. Ich kann spüren, dass er sich nicht mal die Zeit genommen hat seine Hose richtig zu öffnen, und genieße das Gefühl des rauen Stoffes an meinen Oberschenkeln und meinem Hintern.

Seine Bewegungen sind schnell und hart, und der Griff um meine Taille zeigt mir, wie sehr er mich will. Die Vorderseite meiner Oberschenkel stoßen fast schmerzhaft an die Kante der Couchlehne und ich würde wirklich gern aus meinem Shirt raus, aber allein der Gedanke, ihn um eine Pause zu bitten, verbietet sich, weil mir im nächsten Moment die Knie versagen, als er um meine Hüfte herum greift und meine empfindlichste Stelle reibt. Ich habe Mühe, meine Beine unter Kontrolle zu halten und klammere mich an die Couchlehne, während ich nach Atem ringe. Ich kann zwischen zwei Atemzügen „Bett“ japsen, und er dreht mich um, hebt mich auf seine Hüfte und trägt mich einen Raum weiter in sein Schlafzimmer, wo er uns beide auf sein Bett fallen lässt.

Short Story by Romy 2

Ich ziehe Shirt und BH in einer Bewegung über den Kopf, während er sich aus seinem Shirt befreit. Als er Anstalten macht, seine Hose auszuziehen, schiebe ich seine Hände weg und knabbere ein bisschen an der Haut kurz über dem Hosenbund, da, wo die Hüftknochen ein wenig raus stehen und diese wunderbaren Leistenmuskeln beginnen. Ich arbeite mich langsam in Richtung Mitte, wo Knopf und Reißverschluss immer noch offen stehen. Der Anblick lässt mich nach Luft schnappen, ich habe ein Faible dafür, dass sich Lust manchmal so sehr ihren Weg bahnt, dass Dinge wie sich auszuziehen völlig unwichtig werden. Ich kann nicht wiederstehen, ihn weiter mit meinem Mund verrückt zu machen – und mich ganz nebenbei auch, denn er schmeckt nach mir. Auch er ist mir ausgeliefert.

Lange lässt er mich das nicht machen, sondern gibt mir zu verstehen, dass ich damit ganz schnell aufhören sollte, falls ich ihn noch mal spüren will. Ich schmolle kurz, lasse ihn nochmal tief in meinen Mund gleiten und spüre, wie sich seine Hände um meine Schultern schließen und mich hoch ziehen. Auf einmal ist er über mir und zieht mir die Panties und den Rock aus. Ich hole erwartungsvoll Luft, aber er lässt sich Zeit.

Ich kann ihn spüren, seine Hitze zwischen meinen Beinen, weiß, dass nur ein Zentimeter zwischen uns ist und strecke mich ihm entgegen, aber er lässt mich zappeln und genießt mein frustriertes Schnauben ganz offensichtlich. Und dann, ganz langsam, Zentimeter für Zentimeter, füllt er mich aus, während er dabei den Blick nicht von meinem Gesicht lässt. Ich fühle mich beobachtet, begehrt, in Besitz genommen, und außerdem bin ich schon wieder kurz davor, zu kommen – und er sieht es mir an und hält inne.

In diesen Momenten weiß ich nicht, ob ich ihn küssen oder umbringen soll, entscheide mich aber für ersteres und ziehe seine Hüfte näher zu mir. Er gibt mir nach und ist endlich ganz in mir.

Eine seiner Hände umgreift meinen Hintern und verhindert, dass ich mich ihm ein wenig entziehen kann, die andere liegt in meinem Nacken und zieht mich an seine Brust, während ich meine Nägel in seinem Rücken vergrabe und hoffe, keinem der zahllosen Tattoos einen dauerhaften Schaden zuzufügen, denn ich habe mich langsam nicht mehr unter Kontrolle.

Das Gefühl, dass er sich vorgenommen hat, mich verrückt zu machen bestätigt sich, als er mir ins Ohr raunt, dass er es ganz sicher nicht bei einem mal belassen wird, sondern vorhat, mich heute zu vögeln, bis ich nicht mehr kann. Seine Stimme an meinem Ohr gibt mir den Rest, und ich bäume mich in seinem festen Griff auf, während meine Mitte zu explodieren scheint.

short story 1

Er hält sein Versprechen. Am Ende der Nacht, nach mehr Mojito, mehr Sex und mehr Orgasmen, als es draußen schon beginnt, hell zu werden, schlafen wir völlig erledigt ein. Die Probleme der Woche sind vergessen und ich weiß, dass mich am nächsten Morgen kein romantischer Guten-Morgen-Kuss, sondern kalte Pizza und schwarzer Kaffee erwarten. Und das ist gut so, denn ich weiß, ich kann jederzeit wieder vor seiner Tür stehen und darauf vertrauen, dass wir unsere Sorgen zumindest für eine Weile gemeinsam bekämpfen können.

Model: Lullu Gun // Lullu Gun auf Facebook
Fotos: Sarahlikesprettygirls // Sarahlikesprettygirls auf Facebook

1 Comment

  1. JudgeDark

    9. Juli 2017 at 19:00

    Eine interessante Geschichte, die zwar auch Fragen aufwirft, die aber dann in der Handlung verschwinden, weil sie im Grunde völlig unwichtig sind.
    Dazu diese wunderbare und göttliche Rückansicht von Lullu … ich schmelze! ;)

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