Rough, artsy, babysoft: Trefft mein Girl Anneliese Moder

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Ein Text von Mimi Erhardt.

Meine Omama sagte einst, in einem lange vergangenen Winter, zu mir: „Kind, wenn dir jemand ein Kompliment macht, gibt es darauf nur eine angemessene Reaktion: Du lächelst und sagst ,Danke’. Keine Gegenkomplimente, kein Gekichere oder gar verlegenes Stammeln à la ,Ach waaas, ich seh doch schrecklich aus’. Lächeln und ,danke’ sagen – kannst du das?“ „Äh, ja, Omi, denke schon!“ Meine Omi gab mir diesen strengen Crashkurs, da ich schon immer die totale Vollniete im Empfangen von Komplimenten war. Was ich dagegen richtig gut kann, ist das: Komplimente, ernst gemeinte, tief empfundene Liebesbekundungen an meine Lieblingsmenschen raushauen, ohne Angst davor, zu cheesy zu sein.

Fotografin Anneliese Moder ist einer meiner Lieblingsmenschen. Wir kennen uns virtuell seit mindestens hundert Jahren, und ja, ich habe in der Tat vergessen, wann und wie genau unsere Freundschaft begann. Nicht vergessen habe ich, dass diese Frau mich seit Jahr und Tag fasziniert, weil sie ganz anders ist als ich. Mutiger, offenherziger, freier. Und ach, ich finde sie so ungemein schön!

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Im letzten Sommer dann lernten wir uns endlich kennen, meine Anneliese Moder und ich, am Set eines Drehs des US-Pornolabels KINK in Berlin. Wie passend. Und wie herrlich, dass – wenigstens in der Hauptstadt – so eine Affenhitze herrschte. Denn so konnte ich den lieben, langen Tag die drei Meter langen Beine und den kaum verhüllten Körper der Anneliese Moder angaffen, ohne dass es jemandem auffiel. Wir redeten über Jungen und Mädchen, Annelieses damals quietschegelbe Haare, über Sexpartys, offene Beziehungen und Mettbrötchen mit Zwiebeln. Meine Begeisterung für dieses zarte Wesen aus Neukölln wuchs ins Unermessliche.

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Als Anneliese Moder mir eines Tages gestand, dass sie auch fotografiere, nur so manchmal und für sich und ihre Freunde, machte mein Herz nochmal einen Satz. Weil ich mir nur zu gut vorstellen konnte, dass ein Mensch wie Anneliese ein mega Auge für all das hat, was andere nur zu leicht übersehen, weil es ihnen zu blass, zu unpoliert, zu banal scheint. Und tatsächlich, die Bilder, die Anneliese Moder mit ihrer Polaroidkamera festhält, sind Kunst, mal artsy und rough, mal babysanft und weich, und diese Lady als Fotografin in der Mimi&Käthe Squad willkommen zu heißen, war mir ein Fest.

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Anneliese Moder, du tolles Ding. Du bist in meinem Herzen und in meinen Lenden. Weil du wunderschön und kreativ und treu bist, weil du deine Freunde liebst und weißt, dass sich die größten Geschichten oft in den kleinsten, vollgestaubtesten Ecken verstecken. Übrigens kann ich mir bildlich vorstellen, wie du beim Lesen dieser Komplimente verlegen rumkicherst, dir die Hände vor die Augen schlägst und dir denkst: „Oah Mimi, was soll ich denn darauf antworten?“

Danke sagen und lächeln. Alles andere wäre Banane.

In Liebe, deine Mimi

Hier findet ihr Anneliese Moder bei Tumblr.

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5 Comments

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  4. Anneliese Moder

    2. Oktober 2016 at 18:08

    Und genau so sehe ich gerade aus!! Rot, kichernd und verlegen ❤️ Seit du mir den Ratschlag deiner Omi mitteiltest, denke ich auch tatsächlich öfter genau an diesen. DANKE! Ich hab dich wirklich furchtbar lieb gewonnen und mag niemals mehr auf dich verzichten!! Wirklich niemals!

    • Mimi

      Mimi

      3. Oktober 2016 at 15:06

      Ooooh mein Schatz <3 Lieb dich! :)

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