Anal … äh… grande? Vol. 1

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Liebe Freunde und Kupferstecher. Der nun folgende Text befasst sich mit dem schönen Thema Anal. Dementsprechend dreckig und deutlich wird es zugehen, denn um den heißen Brei herum reden können die anderen. Wir dagegen stochern drin rum – im Brei! Und in doofen Kalauern, die ich liebevoll in diesen Text eingeflochten habe. Wenn euch das alles nicht genehm ist, macht jetzt schnell die Augen zu. Adieu und bis zum nächsten Mal. :)

Vor vielen, vielen Jahren betrieb ich als Ghostbloggerin die Website einer nicht-deutschsprachigen Darstellerin. Zum einen, um aus ihren Alltagserlebnissen mit dem Charme einer halben Aspirin-Brausetablette sexuelle Eskapaden in Textform zu zaubern. Zum anderen, um die Mails ihrer Fans an sie zu filtern. Heißt: Spam sowie den teils recht unhöflichen Schrott der Perversen bekam ich ab, sie nur die Komplimente der anständigen Jungen und Mädchen. Auch die Popo-Sex-Kommentare schirmte ich Superhelden-mäßig von ihr ab, denn darauf stand die Gute seit einer schmerzhaften Analfissur in ihren frühen 20ern so gar nicht mehr. Also blieb die Lektüre sämtlicher Fragen und Statements zum Thema Anal an mir hängen. Jackpot. Nicht.

Seit damals habe ich ein gespanntes Verhältnis zum Geschlechtsverkehr durch den Hintereingang. Hahaha. Nein, im Ernst. Denn durch diese Mails und Kommentare wurde mir bewusst, wie viele Frauen (und Männer) ihre Gesundheit sowie die einwandfreie Funktion ihres Schließmuskels riskieren, nur weil ihr jeweiliger Nougathöhlen-Forscher zu blöde ist, um es richtig anzustellen. Ich las traurige Dinge wie „Anal ist voll anstrengend! Ich kam beim letzten Mal so schlecht rein, dabei hab ich meiner Ollen wie in diesem Youporn-Clip auch ‘n paar Mal auf den Hintern gespuckt!“

Ja, schön für dich. Rotz dir doch beim nächsten Mal bitte selbst in den Arsch.

Freunde des analen Vergnügens. So sehr wir es uns auch alle wünschen mögen – Anal funktioniert im echten Leben anders als im Porno. Ich lüge nicht. Es ist die Wahrheit. Anal ist, wenigstens zu Beginn, eine nicht unkomplizierte Angelegenheit. Ich weiß, Jungs, im Porno drehen sich die Mädchen nach dreimaligem Nippelziehen einfach so auf alle Viere, da sie sich nach einem Schwanz in ihrem Derrière verzehren und reißen vor Geilheit gerne mal spontan die Pobacken auseinander. Dann präsentieren sie dem staunenden Zuschauer ein schwarzes Loch, in das oben genannter Kommentator nicht nur das Saugrohr seines Kärchers, sondern gleich den ganzen Staubsauger samt Einbauküche und Opel Astra versenken könnte. Irre. Aber unrealistisch.

Fernab der Kameras sieht das Ganze so aus: Jede Pornodarstellerin bereitet sich auf einen Anal Dreh gewissenhaft vor, putzt sich vorher ordentlich den Popo und dehnt, je nach Übung, auch schon mal Probe. Nix da mit spontan und schwarzen, alles verschlingenden Löchern.

So sieht es aus. Es ist aber gar nicht schlimm, solltet ihr auf die Anal-Illusionen der Porno-Traumfabrik reingefallen sein. Wichtig ist nur, dass ihr nun meine Tipps lest, damit alle sich freuen – euer Penis, eure Freundin oder euer Freund sowie deren bereits angesprochener Schließmuskel, der ja immerhin noch ein paar Jahre halten soll. Hahaha. Und auch ihr Menschen, die ihr euch mit dem Gedanken tragt, euren Liebsten einmal auf Griechisch zu begrüßen (so nennen feine Leute diese Praktik), dürft gern weiterlesen. Da das Thema jedoch sehr dehnbar ist (hahaha!), gibt es heute zunächst Teil eins unseres kleinen Anal Grundkurses. Teil zwei folgt in Bälde.

1. Willst du es wirklich?
Wenn nicht, sagst du laut und deutlich NEIN, Fräulein! Und auch du, junger Mann!

2. Sauber oder siffig?
Ich erwähnte es schon – Großreinemachen gehört dazu. Es sei denn, ihr mögt es schmutzig. Wobei „schmutzig“ in diesem Fall keinesfalls augenzwinkernd gemeint ist. Kaka, die durchaus mal am Bohrungsinstrument aka Schwanz hängenbleiben kann, stinkt und ist nicht romantisierungsfähig, jedenfalls nicht für mich. Außerdem ist Braun nicht meine Farbe. Wer also nicht auf das geruchliche Ambiente öffentlicher Klos rund um den Bahnhof Zoo abfährt, dem empfehle ich vorab ein gründliches Durchspülen des Darms. Allerdings nicht, wie ich ebenfalls des Öfteren lesen durfte – mit dem Dusch-Schlauch. Denn da ist eine ordentliche Menge Wumsdruck drauf, und die kann wehtun. Also nix da mit Wasser marsch.

Dann hätten wir noch den klassischen Einlauf. Ich bin weder Ärztin noch Einlauf-Expertin. Darum verweise ich euch bei dieser Möglichkeit auf eine detallierte Fach-Information durch euren Lieblingsapotheker. Sagt ihm, ihr wollt eine Fastenkur machen, dazu gehört nämlich auch eine gründliche Darmreinigung. Er wird natürlich wissen, was ihr im Schilde führt, aber wen interessiert das schon. Einen echten Anal Guerilla jedenfalls nicht. Nur dies sei angemerkt – nach so einem Einlauf erwartet euch Dünnpfiff galore. Beginnt also rechtzeitig mit der Vorbereitung, nicht erst zwei Stunden davor. Könnte böse enden.

Besser für den Hausgebrauch geeignet und nicht ganz so folgenreich, ist das Klistier oder die so genannte Birnspritze. Profi-Tipp der Anal Expertinnen aus der Pornobranche übrigens. Auch hier gilt natürlich: Erst den Apotheker fragen. Aber der muss euch das Ding ja auch erst einmal verkaufen.

3. Glitschgel ist unser Freund!
Ja, Anal geht auch mit Spucke. Würde ich Anfängern aber nicht empfehlen. Und auch dann nicht, wenn ihr nicht wisst, wie es um die Hygiene eures Bettkumpels bestellt ist. Spucke ist in der Tat nicht sonderlich hygienisch, also lasst euch bitte nicht vom fremden Bums-Horst in die empfindliche Kimme speien. Außerdem schmiert Gleitgel viel schöner und macht alles weich und schmusi. Warum es nicht ohne Schmiere geht? Weil unser Kumpel, der Darmausgang, anders als unsere Vagina keine Gleitflüssigkeit produziert und auch bei liebevollster Bekümmerung furztrocken bleibt. Meine Freunde aus der Pornoindustrie nutzen übrigens gern dieses Gleitgel.

Übermorgen geht es weiter mit Teil zwei. Adieuchen <3

Anale Grande - aber wenn, dann bitte richtig und mit viel Geduld!

Anale Grande – aber wenn Analsex, dann bitte richtig und mit viel Geduld!

16 Comments

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  4. B.Williams

    5. Mai 2014 at 16:39

    Pornografie ist blöd
    Vulgäre Sprache ist blöd

    • Mimi

      Mimi

      5. Mai 2014 at 18:46

      fehlende interpunktion ist auch nicht so das gelbe vom ei, aber nun denn. schön, dass du dir dennoch die zeit genommen hast, diesen text zu kommentieren :D

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  7. Nini

    9. April 2014 at 19:49

    danke, liebe mimi!
    Männer hört auf sie!!!

    • Mimi

      Mimi

      9. April 2014 at 20:26

      kuss kuss <3

  8. James

    9. April 2014 at 10:44

    Erst Abführmittel und dann mit Wasser bis ich das ganze prozedere durch hab is das Mädchen über alle Berge :D Also bleibt es dabei Gleitgel in Kimme forsichtig rein das ding, am anfang wird der Popo eh 2-3 mal wechgezogen und dann hoffen das es nich ganz so Braun wird :D

  9. Ma-Mi-Mo

    8. April 2014 at 18:58

    Hier bekommt das Wort „Klugscheißer“ ne ganz neu Bedeutung… ;-)

  10. Ulli

    8. April 2014 at 18:26

    Immer wieder ein Genuß… Und recht hast
    Lg

    • Mimi

      Mimi

      8. April 2014 at 18:39

      danke, herr ulli!

  11. Analschakal

    8. April 2014 at 18:23

    Zwei Tipps und Anmerkungen:
    Doch, der Darmausgang produziert Schleim. Kacke muss schließlich auch rutschen… ;-)
    Apotheken gibt es auch online. Hier empfehle ich das Mittel „microlax“. Erst microlax, dann mit Wasser spühlen und der Spaß kann beginnen! =)

    • Mimi

      Mimi

      8. April 2014 at 18:30

      charmant gesagt. nicht :D aber gut, das stimmt durchaus, wobei das mit dem schleim null mit sexueller erregung zu tun hat. dennoch ist analsex ohne gleitgel meiner meinung nach für anfänger – und an die richtet sich der text ja offensichtlich – komplett daneben und tut denen unnötig weh. und danke für den tipp, vielleicht hilft er ja dem ein oder anderen weiter :)

      • Analschakal

        8. April 2014 at 18:34

        Ja, auf jeden Fall mit Gleitgel. Hatte ich vergessen zu schreiben.

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